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Hier läuft in der Region Göttingen das Bier

Thema des Tages: Brauereien Hier läuft in der Region Göttingen das Bier

Craft-Bier, also handwerklich gebrautes Bier aus kleinen Brauereien, ist im Trend. Auch in der Region gibt es einige kleine und kleinste Braustätten – wie zum Beispiel das Dorster Kesselbräu. Thomas Beushausen stellt in der vermutlich kleinsten Brauerei der Region sein Bier einmal wöchentlich und in selbstgeschweißten Kesseln her.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Das Traditionsbier der Region kommt aus  der größten Brauerei der Region, aus Einbeck. Dort wird auch das Göttinger Bier gebraut. Seit 600 Jahren wird dort Bier hergestellt, heute sind es 5,5 Millionen Liter pro Monat. „Den Mega-Trend, Vielfalt und Regionalität, den bieten wir schon lange“, sagt Marketingchef Ingo Schrader. Nicht jedes Bier ist überall zu haben. Eine Übersicht.

 

Einbecker Brauerei

Geschichte : Brauerei seit mehr als 600 Jahren - seit 1378

 
  Menge : Die Einbecker Brauhaus hat im letzten Jahr 664 581 Hektoliter Bier abgesetzt (inklusive Martini Brauerei in Kassel). Das sind rund 5,5 Millionen Liter pro Monat.

 
  Erfolg : Stärkste Sorte: Pils (Brauherren, Einbecker und Göttinger). 

 
Weitere Sorten : alkoholfreies Bier, Einbecker Dunkel, das naturtrübe Einbecker Kellerbier, das feinwürzige Einbecker Landbier und die beiden Mischgetränke Radler und Lemon, speziell für die kalte Jahrezeit wird aktuell wieder Einbecker Weihnachtsbier und Einbecker Winter-Bock gebraut. 

 
  Besonderes : Lange Tradition, regionaler Charakter und Erfinder des Bockbiers. Nationaler Marktführer im Segment Bock-Bier. 

 
  Verbreitung : Göttinger Bier in der Region Göttingen, Einbecker Marken in Norddeutschland, Bock-Biere in fast allen Bundesländern.

 
Brauhaus Goslar
  Geschichte : Seit  August 2009 wird in der Brauereigaststätte Bier gebraut. Gosebier fand erstmals bereits 995 Erwähnung.
 
  Menge : Monatlich rund 100 Hektoliter
 
  Erfolg : Stärkste Sorte ist das Helle Gose.
 
 Weitere Sorten : Dunkles Gose und Rammelsberger Pils. Saisonal Spezialbiere wie Whiskeygose, Märzen, Maibock, Sommerbier oder Prosecco-Gose.
 
  Besonderes :  Die Biere sind „typisch harz“-zertifiziert. Das Besondere ist auch der Zusatz von Salz und Koriander. Es wird also nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Die Gose ist eines der ältesten Biere Deutschlands, sie fand erstmals 995 Erwähnung.
 
 Verbreitung : Ausschließlich in der Region Goslar.
 
Dorster Kesselbräu
  Geschichte :  Offizielle Brauerei seit Juli 2013. Brauer Thomas Beushausen beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema Brauen und Bier.
 
  Menge : Fünf bis zehn zehn Hektoliter pro Monat.
 
Erfolg : Stärkste Sorte ist das Landbier Hell.
 
 Weitere Sorten : Urtyp Dunkel und das Sösetaler Weizen (Hefeweizen).
 
  Besonderes : Alle Biersorten werden nicht gefiltert und nicht künstlich haltbarer gemacht. Es kommen nur natürliche Rohstoffe zum Einsatz. Die Biere schmecken laut Brauer vollmundig und etwas süßer als Industriebiere.
 
  Verbreitung : Zur Zeit überwiegend Fassbier. Die Flaschenbierproduktion soll zum Herbst hin erweitert werden. Verkauf nur direkt (Freitag ab 15 Uhr) oder in den umliegenden Geschäften.   
 
Privatbrauerei Bergbräu, Uslar
  Geschichte : Biervielfalt seit 1868.
 
  Menge : Monatlich insgesamt etwa 250 000 Liter.
 
 Verkaufsstärkste Sorte : Bergbräu Altstadt Dunkel.
 
 Weitere Sorten : Pils, Weißbier (auch alkoholfrei), Bergsteiger (Weißbier mit Grapefruit), Alster, Bernstein Pale Ale, Bockbiere. Mit der selbst angebauten verschiedensartigen Gerste sollen ab nächstem Jahr auch kleintranchige Sonderabfüllungen gebraut werden.
 
 Besonderes : Die Gerste stammt aus eigenem Anbau, das Wasser ist Bergquellwasser aus dem Solling.
 
  Verbreitungsgebiet : Das Altstadt Dunkel lässt sich auch in Hannover, Hamburg oder Berlin finden, der Bergsteiger hingegen im Süden und in Österreich. Kerngebiet ist jedoch Südniedersachsen, Hessen und Ostwestfalen; in Göttingen lässt es sich etwa bei Rewe oder Edeka finden.
 
Biere aus Altenau und Zellerfeld
Altenau/Clausthal-Zellerfeld/Göttingen . In Altenau werden vier Biersorten gebraut: das Alternauer Edelpils, das Harzer Hüttenbier, das Alternauer Dunkel und der Harzer Urstoff. Es ist in Gaststätten und Geschäften im Harz erhältlich. Zudem gibt es die Zellerfelder Brauakademie, eine kleine Heimbrauerei. Der Verkauf des Bieres (hell und dunkel) erfolgt nur auf dem Kunsthandwerkerhof in Zellerfeld. In Göttingen gibt es zur Zeit Pläne für eine Braustätte: In der Nautibar soll, so steht es auf der Facebookseite, ab September Bier gebraut werden.     bib
 
Duderstädter Braumanufaktur
  Geschichte : Herbst 2013 wurde das erste Bier ausgeliefert
 
  Menge : Saisonal schwankend, aber zwischen 7500 und 8000 Liter monatlich
 
Verkaufsstärkste Sorte : Helles.
 
 Weitere Sorten : Dunkel, Hefeweizen. Saisonal gibt es auch noch ein Pils, Weihnachtsbock und Sonderbiere – 2015 werden insgesamt zwölf verschiedene Biere gebraut.
 
  Besonderes : Bei den Duderstädtern probiert man gerne aus und experimentiert mit verschiedenen Malzen und Hopfenarten, um eine große Aromenvielfalt abzubilden. Gleichzeitig ist die Stammwürze, die das Bier voller macht, mit rund 13 Prozent etwas höher als der Durchschnitt. „Wir wollen kernigere Biere haben“, sagt Braumeister Gabriel Ballüer.
 
  Verbreitung : Von Seeburg bis Fuhrbach und nach Thüringen hinein – und überwiegend in der Gastronomie, das ist das Vertriebsgebiet der Duderstädter. In Flaschen wird nur ein geringer Teil abgefüllt, diese sind nur vor Ort in der Brauerei (einmal wöchentlich) oder über den Online-Shop zu beziehen.
 
Ratsbrauhaus, Hann. Münden
  Geschichte : Mit der Eröffnung des Ratsbrauhauses 2003 wurde neben der Gastronomie auch das Bierbrauen begonnen.
 
  Menge : Saisonal schwankend, aber im Durchschnitt 3000 Liter monatlich.
 
  Sorten : Das Dr. Eisenbart Bier wird in vier verschiedenen Sorten gebraut: hell, dunkel, Weizen und „Schwarze Medizin“ (Schwarzbier mit höherem Alkoholgehalt und Stammwürze).
 
  Besonderes : Guido Einecke, eigentlich gelernter Koch, braut seine Biere nicht filtriert und damit naturtrüb. „Damit wird der ursprüngliche Biergeschmack vollkommen erhalten.“
 
  Verbreitungsgebiet : Die Eisenbart-Biere gibt es nur im Ratsbrauhaus gezapft. Einecke verkauft allerdings auch Ein- und Zwei-Liter-Flaschen, die zum Wiederbefüllen mitgebracht werden können.
 
Brauerei Neunspringe, Worbis

  Geschichte : Die Brauerei existiert seit 1867.

 
Menge : Monatlich 250 000 bis 300 000 Liter.

 
  Verkaufsstärkste Sorte : Neunspringer Premium Pils.

 
  Weitere Sorten : Schwarzbier, Herbstbock und Maibock, Luther-Biere, Whisky-Bier, Holzkraft-Bier. Ab 3. Oktober wird anlässlich der Weihung der Basilika in Duderstadt auch ein Basilika-Bier gebraut.

 
  Besonderes : Die Brauerei entwickelt sich zu einer Spezialitätenbrauerei und entwickelt Craft-Biere unter Einsatz von Spezialmalzen sowie neuester Schöpfungen von Aromahopfen, die in offener Gärung (kein geschlossener Braukessel) gebraut werden. Die Biere werden filtriert, es ist aber auch ein naturtrübes Bier angedacht.

 
  Verbreitungsgebiet : Thüringen, Südniedersachsen (Kaufpark, Kaufland, Rosdorf), Sachsen-Anhalt, südliches Sachsen.

 
Schinkels Brauhaus, Witzenhausen
  Geschichte :  Brauerei (mit Bierseminaren), Backhaus und Gastronomie unter einem Dach seit 1997.
 
  Menge : Etwa 8000 Liter im Monat.
 
  Verkaufsstärkste Sorte : Bio-Pils.
 
 Weitere Sorten : Schinkels Dunkel, Bio-Weizen, Indian Pale Ale, Brown Ale. Saisonal: Kirschbier, Bio-Bockbier. Dazu verschiedene Sonderbiere wie „Hopfengestopftes“ – mit nach dem Abkühlen nochmal zugesetztem Hopfen für ein stärkeres Aroma.
 
  Besonderes : Die Bio-Biere sind alle mit Rohstoffen aus zertifiziertem Bio-Anbau gebraut. Die Biere sind unfiltriert und damit naturtrüb.
 
  Verbreitungsgebiet : Kassel, Göttingen (bei Rewe und Nahkauf in Geismar und Weende), Eschwege sowie über den Online-Shop.
 
Michels Eichsfelder Braumanufaktur, Hüpstedt

  Geschichte : Braubetrieb seit 2013

 
  Menge : Etwa 3000 Liter im Monat.

 
Verkaufsstärkste Sorte : Das Blonde.

 
 Weitere Sorten : Hefeweizen, verschiedene Ales, Stout (in kälterer Jahreszeit), Bockbiere und etwa einmal im Monat ein Sonderbier mit durchaus experimentellem Charakter.

 
  Besonderes : Die Biere der Ein-Mann-Manufaktur von Michael Burkhardt sind stark naturbelassen: „Meine Biere werden nicht hitzebehandelt, denn das wirkt sich negativ auf den Geschmack aus. Ich filtriere auch nicht, wodurch das Bier zunächst naturtrüb ist. Allerdings wird es bei mir lange Zeit gelagert, wodurch es sich klärt und reift.“ Zudem ist Burkhardt ausgesprochen experimentierfreudig – „Ja nachdem, worauf ich Lust habe.“

 
  Verbreitungsgebiet : In Duderstadt und den Landkreisen Eichsfeld und Unstrut Hainich in der Gastronomie sowie in Flaschen bei Einzelhändlern. Auch Direktverkauf in der Brauerei.

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