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Hildesheimer Bischof feiert mit Katholiken an der Rhumequelle

Taufgedächtnisgottesdienst Hildesheimer Bischof feiert mit Katholiken an der Rhumequelle

„Dieser Ort hat eine tiefe Symbolik“, hat am Sonntag der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle erklärt. Er feierte mit mehr als 700 Katholiken des Dekanats Nörten-Osterode sowie Eichsfeldern an der Rhumequelle bei Rhumspringe einen Taufgedächtnisgottesdienst.

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Quelle: Pintschak

Rhumspringe. Die Gläubigen gedachten ihrer Taufe, als sie, so der Bischof, in Sterben und Auferstehung Jesu Christi eingetaucht worden seien. Aus dieser Quelle lebten sie, erklärte der Geistliche.

Getauft werden Christen im Namen des dreieinigen Gottes: im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Die Einheit in drei Personen, um die es am Sonntag beim Dreifaltigkeitsfest der Kirche ging,  sei „nie ganz zu erklären und zu verstehen“, bekannte der Bischof. Mit der Taufe würden die Gäubigen „in dieses göttliche Geheimnis getaucht“.

Die Taufformel findet sich im Matthäusevangelium, erfuhren die Christen, die es sich auf Holzbänken und mitgebrachten Klappstühlen rund um Deutschlands drittgrößte Quelle bequem gemacht hatten. Jesus, so der Bischof, fordere seine Anhänger in dem Textabschnitt auf, den Menschen in aller Welt das Christentum zu lehren. Diesen Auftrag hätte Jesus nicht nur Hauptamtlichen erteilt. Auch einfache Kirchenmitglieder sollten vor anderen Menschen bekennen, aus welcher Quelle sie Kraft schöpften. Das sei nicht immer einfach, räumte der Bischof ein. Selbst er leide im Gespräch mit seinen Großneffen und Großnichten unter „familiär bedingten Hemmungen“. Aber wenn Christen mit dem Lehren aufhörten, würde ihr Glaube „brackig“. Sie drohten, geistig gesehen, abzusterben.

Trelle besuchte das Dekanat Nörten-Osterode, in dem die Rhumequelle liegt, im Rahmen des 1200-jährigen Bistumsjubiläums. Er hatte das eine Jahrhunderte alte Silberkapsel dabei. Kaiser Ludwig der Fromme vergaß sie nach einem Gottesdienst in der freien Natur in einem Rosenstrauch und konnte sie später nicht mehr aus dem Gestrüpp entfernen. Er ließ daraufhin dort 815 den Hildesheimer Dom errichten und gründete das Bistum. Für Musik während der Messe sorgte der Posaunenchor Holtensen-Hullersen unter Günther Mielke.

Von Michael Caspar

©Pintschak

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