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Hilfe für Flüchtlinge an Hochschulen

Ministerium schnürt Vier-Punkte-Paket Hilfe für Flüchtlinge an Hochschulen

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur will  mit den niedersächsischen Hochschulen Flüchtlingen bei der Orientierung helfen und sie aktiv bei der Aufnahme eines Studiums unterstützen. Konkret soll der Hochschulzugang erleichtert werden.

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Sprachenförderung spielt bei der Integration eine tragende Rolle.

Quelle: dpa

Hannover/Göttingen. Unter anderem wird es an der Universität Göttingen ein Pilotprojekte zur Sprachvermittlung geben. Diese kostenfreien Kurse stehen allen Flüchtlingen ab dem 18. Lebensjahr offen, die studieren möchten, aber noch nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen oder keine Hochschulzulassung haben.

 
Die Abteilung Interkulturelle Germanistik der Universität Göttingen bietet Studierenden aller Fächer ab dem kommenden Wintersemester die Möglichkeit, sich im Bereich von Sprachenbildung und -förderung sowie Deutsch als Zweitsprache speziell für dieses Praxisfeld zu qualifizieren. Das ehrenamtliche Engagement der Studierenden wird in die akademische Ausbildung eingebunden und mit anrechenbaren Leistungspunkten honoriert.

 
„Die Universität Göttingen sieht sich in der gesellschaftlichen Verantwortung, wirksame Hilfestellung bei der Integration der Flüchtlinge in Niedersachsen zu geben“, erläutert Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales. „Das Thema Sprachenförderung spielt dabei eine besondere Rolle. Sprachkompetenz ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Bildung und Teilhabe.“

 
Der Verbund der lehramtsausbildenden Hochschulen in Niedersachsen hat außerdem auf Initiative der Universität Göttingen ein Kernkonzept des sogenannten „Service Learning“ entwickelt, auf dessen Grundlage alle niedersächsischen Hochschulen ein entsprechendes Angebot aufbauen können. „Für die konkrete Weiterentwicklung beantragen wir gerade Drittmittel“, sagt Casper-Hehne.

 
An der Universität Hildesheim gibt es seit Frühjahr 2015 für Studieninteressierte mit Fluchterfahrung ein kostenfreies „Schnupperstudium“. Zugangsvoraussetzungen gibt es keine. Es gehe darum, den Einstieg in das Studium zu ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung.

 
 „Das Schnupperstudium gibt Struktur im Tagesablauf, Studierende kommen teilweise aus dem Landkreis zu uns. Sie nehmen am normalen Uni-Betrieb teil“,  sagt Hannes Schammann, Juniorprofessor für Migrationspolitik. Die Universität arbeitet mit dem Verein Asyl zusammen, um Flüchtlinge zu erreichen. „Viele Studierende mussten kurz vor ihrem Abschluss aus Syrien, Irak und Sudan, aus Afghanistan und Iran fliehen. Sie sollen die Bindung zur Uni nicht verlieren“, sagt Daoud Naso vom Verein. pug/eb

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