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Hilfe für Rollstuhlfahrer in Göttinger Innenstadt

Mit der StadtRampe ins Geschäft Hilfe für Rollstuhlfahrer in Göttinger Innenstadt

Oft sind es nur zehn oder 20 Zentimeter, die Rollstuhlfahrern den Besuch eines Geschäftes oder einer Arztpraxis vereiteln. Das Projekt StadtRampe will hier Abhilfe schaffen. Die mobile Rampe aus Aluminium hilft Rollstuhlfahrern, kleine Stufen und Treppen zu überwinden.

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Jonas Morgenroth und Philipp Bremer testen die mobile Rampe für Rollstuhlfahrer in der Göttinger Innenstadt.

Quelle: Pförtner

Göttingen. "Die Idee schwirrte mir schon lange im Kopf herum", sagte Initiator Jens Morgenroth am Dienstag. Der studierte Maschinenbauer und Geschäftsführer der Göttinger Steinbock Technik GmbH sitzt selbst im Rollstuhl und kennt das Problem der unüberwindbaren Barrieren, das vor allem bei schweren Elektro-Rollstühlen auftrete.

Die Rampe besteht aus zwei Aluminiumplanken, die zusammengeklappt werden können. Sie ist zwischen 80 und 120 Zentimeter lang und knapp und neun bis zehn Kilo schwer. Bei Bedarf kann sie von einem Ladenmitarbeiter leicht ausgeklappt werden, um so dem Rollstuhlfahrer den Zugang zum Geschäft zu ermöglichen. Die Steigung soll dabei nicht mehr als 20 Prozent betragen.  Ein Aufkleber im Eingang soll auf das Vorhandensein einer Rampe aufmerksam machen.

Im Rahmen des gemeinsamen Modellprojektes Inklusion Bewegen von Stadt, Kreis und Göttinger Werkstätten hat Morgenroth sein Konzept für eine mobile Rollstuhl-Rampe zum Einsatz in der Göttinger Innenstadt entwickelt. Das Geografische Institut der Universität und Pro City sind Kooperationspartner. Pro-City-Vereinsvorsitzender Philip Bremer zeigte sich am Dienstag bei einem Test in seinem Geschäft in der Barfüßer Straße beeindruckt. 

Nächster Schritt ist nun, dass rund 90 Studierende um Dr. Stefan Erasmi und Dr. Isabelle Matthias vom Geografischen Institut ab kommenden Montag, 15. Februar, beginnen, bauliche Barrieren in den Eingängen von Geschäften, Praxen und Kanzleien in der Innenstadt detailliert zu erfassen. So soll bis Ende März ein genaues Bild über die vorhandenen Barrieren und Hindernisse entstehen. Auf Grundlage dieser Daten wird der genaue Bedarf an mobilen Rampen bestimmt, die voraussichtlich im Sommer zum Einsatz kommen.

Um den Preis für eine Rampe gering zu halten, sucht Morgenroth Sponsoren und Partner. Klaus Baethge von Inklusion Bewegen schätzt den Preis für eine Rampe auf unter 100 Euro. 

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