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Hilfsaktion für ein Kinderhospital

Malawi Hilfsaktion für ein Kinderhospital

Was hat europäische Textilkunst mit einem Hospital im afrikanischen Malawi zu tun? Mit dem Projekt „Bewegung“ will eine Göttinger Initiative dort eine Kinderklinik unterstützen. 

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Textikunst für einen guten Zweck: Petra und Klaus Dresing organisieren Benefiz-Aktionen. Mischke

Quelle: Mischke

Um textile Kunstwerke wie aufwendige Quilts zu erstellen, braucht man Nadel und Faden. Material, dass auch Chirurgen für ihre Arbeit benötigen. Seit etwa einem Jahr bereiten Klaus Dresing, Oberarzt der Unfallchirurgie im Göttinger Uniklinikum und seine Frau Petra einen Wettbewerb und eine  Ausstellung mit Quilts vor. Ziel: Geld für das Beit Cure Hospital in Blantyre (Malawi) zu sammeln. 

„Die Idee dazu ist im vergangenen Jahr entstanden“, sagt Klaus Dresing. Er ist Präsident der „AO Alumni Association“, einer internationalen Arbeitsgruppe für Osteosynthese (operative Versorgung von Knochenbrüchen). Die Organisation kümmert sich weltweit um die Ausbildungen von medizinischen Fachpersonal. Eine Krankenschwester erzählte Dresing nach ihrem Aufenthalt dort vom Kinderhospital in Malawi. Der Göttinger Mediziner beschloss: „Da muss man was tun.“ 

Gemeinsam mit seiner Frau organisierte der Göttinger den Wettbewerb „Bewegung –  Quilts für Malawi“. Knapp 60 textile Kunstwerke gingen bei den Dresings ein. Eine Jury aus deutschen und schweizer Künstlern und Organisatoren prämierte die besten Stücke. 57 Quilts werden in einer Ausstellung gezeigt, Auftakt ist im März auf der Wartburg in Eisenach, weiter geht es nach Radolfzell. Im September werden die Quilts auf Gut Besenhausen zu sehen sein.

Die ausgestellten Arbeiten sollen verkauft werden, ein Teil des Verkaufserlöses wird  von den Künstlern für das Malawi-Projekt gespendet. „Außerdem werden von den Arbeiten Postkarten und ein Katalog erstellt, deren Verkaufserlös komplett an das Projekt weitergeleitet wird“, so Dresing. 

Das Beit Cure Hospital ist ein Missionshospital und versorgt vor allem verletzte und behinderte Kinder. Im vergangenen Jahr wurden dort 1378 Kinder ohne Bezahlung operiert. „Wir haben bereits das erste Geld überweisen“, sagt Dresing. Und weiter: „Das gute ist, dass auf diesem Wege nichts abgezweigt wird.“ Einige Tage nach der Überweisung hat der Mediziner den Hopspitalleiter angerufen. Jeder Cent sei direkt im Krankenhaus angekommen.  Von Britta Bielefeld

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