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Hinweis auf Waffengeschäft bei Salafisten

Zusammenhang zwischen Durchsuchungen in Geismar und islamistischer Szene Hinweis auf Waffengeschäft bei Salafisten

Die örtliche Salafisten-Szene bewaffnet sich. Das war der Verdacht, als am vergangenen Freitag Spezialkräfte der Polizei in Geismar zwei Wohnungen durchsuchten und zwei junge Männer festnahmen. Eine Gaspistole und ein Schlagstock wurden gefunden. Datenträger müssen noch ausgewertet werden.

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Die radikalen Islamisten werden offenbar bereits seit längerer Zeit beobachtet. Dabei habe es konkrete Hinweise auf einen geplanten Waffenkauf gegeben, bestätigt die Polizei.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Am Mittwoch bestätigte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz auf Anfrage: Die beiden kontrollierten Männer, die vor einer Wohnung in Geismar vorübergehend festgenommen worden waren, sind nach polizeilichen Erkenntnissen Mitglieder der örtlichen salafistischen Szene. Diese wird in Stadt und Landkreis auf etwa 40 bis 60 Pesonen geschätzt.

Die radikalen Islamisten werden offenbar bereits seit längerer Zeit beobachtet. Dabei habe es konkrete Hinweise auf einen geplanten Waffenkauf gegeben, bestätigt die Polizei. Eine daraufhin vom Amtsgericht Göttingen angeordnete Durchsuchung von zwei Wohnungen, beide in Geismar, wurde am Freitagnachmittag von mobilen Einsatzkräften vorgenommen. Das Landeskriminalamt sei einbezogen worden. Die Aktion hatte für großes Aufsehen gesorgt.

Bei dem Einsatz waren ein 20 Jahre alter Deutscher und ein aus Algerien stammender 26 Jahre alter Mann festgenommen worden. Beide seien polizeilich bereits bekannt, jedoch nur einer von ihnen wegen Staatsschutzdelikten. Der Jüngere sei bereits wegen seiner salafistischen Aktivitäten aufgefallen, so Kaatz. Angetroffen wurden die Männer vor einer der beiden Wohnungen. Darin wurden verschiedene Computer beziehungsweise Datenträger sichergestellt, deren Auswertung noch andauere.

In einem ebenfalls durchsuchten Personenwagen wurden die Gaspistole und ein Schlagstock gefunden und beschlagnahmt. Aktuell seien die beiden Festgenommenen wieder auf freiem Fuß, heißt es. Es habe eine sogenannte Gefährderansprache gegeben. Und auch künftig werde die Polizei sich den Herausforderungen stellen, die diese Szene an die Sicherheitsbehörden stellt, zitiert Kaatz Göttingens Polizeipräsidenten Uwe Lührig. "Wir werden ein solches Verhalten auch künftig konsequent und professionell mit Nachdruck bekämpfen", ließ Lührig auf Anfrage mitteilen.

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