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Hirnblutung nach Schlag mit Baseballschläger

Verfahren wegen Überfalls auf Rentner Hirnblutung nach Schlag mit Baseballschläger

Der eine Schlag, den der Rentner in der Nacht zum 1. September 2013 in Seulingen einstecken musste, war fatal. Mit voller Wucht traf ein Baseballschläger den 69-Jährigen am Kopf. Bis heute ist der Mann ein Pflegefall. Seit Montag verhandelt das Göttinger Landgericht wegen des Überfalls gegen zwei Männer aus dem Ort.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Göttingen/Seulingen. Die damals 26- und 30-jährigen Männer Mitglieder einer bekannten Seulinger Familie, sollen laut Staatsanwaltschaft kurz nach Mitternacht mit Baseballschlägern vor das Haus der Familie des Opfers im Ortszentrum gezogen sein und Feuerwerkskörper am Eingang gezündet haben, um die Bewohner herauszulocken. Als der 69-Jährige vor die Tür trat, um den Jüngeren am Betreten des Hauses zu hindern, schlug der 30-Jährige so heftig zu, dass dem Rentner der Kopf zertrümmert wurde, so die Anklage. Der Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen, unter anderem eine Hirnblutung. Nur durch eine Notoperation konnte sein Leben gerettet werden.
Dem brutalen Überfall am 1. September kurz nach Mitternacht seien andere Übergriffe vorausgegangen, sagen Prozessbeteiligte. Die Familie des Rentners gehörte nicht zu den alteingesessenen Seulingern, war erst Monate zuvor dorthingezogen. Schnell habe es Zoff gegeben – als Außenseiter sei die Familie alles andere als wohlgelitten gewesen, hatte wohl auch selbst für Ärger gesorgt. Die Anklage gegen die heute 27 und 31 Jahre alten Männer nennt denn auch als Motiv des Überfalls, der Familie klarzumachen, dass ihr Verhalten unerwünscht sei.
Zum Prozessauftakt am Montag machten die Angeklagten keine Angaben. Ihr Verteidiger Jürgen Ahrens kündigte jedoch Aussagen für den nächsten Verhandlungstag am 12. Januar an. Danach soll das Opfer angehört werden. Das könne länger dauern, kündigte dessen Rechtsvertreter Steffen Hörning an. Die Hirnschäden seien so schwerwiegend, dass sich sein Mandant nur schwer verständlich machen könne. In Stresssituationen wie beispielsweise in der Gerichtsverhandlung bestehe zudem die Gefahr epileptischer Anfälle.

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