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Hitzige Debatte um geplantes Kunstquartier in Göttingen

Wer hat die Musik bestellt? Hitzige Debatte um geplantes Kunstquartier in Göttingen

Wie soll das Kunstquartier finanziert werden, ohne dass die anderen Göttinger Kultureinrichtungen zu kurz kommen? Um diese Grundfrage drehte sich die Debatte bei der Podiumsdiskussion „Kunstquartier - der richtige Weg für Göttingen?“ Veranstalter war die CDU/FDP-Ratsgruppe – und gefolgt waren hauptsächlich Gegner des geplanten Kunstquartiers.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Dementsprechend war es für Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) kein ganz einfacher Termin. Dafür, dass er sich der Debatte mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Ludwig Theuvsen sowie Peter Aufgebauer, Vorsitzender des Geschichtsvereins, und Nils König vom Kunstverein trotzdem stellte, gab es immerhin eingangs ein Lob des Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU), der die Veranstaltung moderierte.

Nach der freundlichen Begrüßung wurde es aber schnell hitzig. Ein kulturpolitischer Skandal sei es, wenn die Stadt mit der Förderung des Kunstquartiers bestehende Kultureinrichtungen in Frage stelle, erzürnte sich Aufgebauer. Zwar sei der Geschichtsverein nicht per se gegen das Kunstquartier, aber man müsse die Risiken bedenken. Ähnliche Projekte in anderen Städten hätten beträchtliche Defizite eingefahren. „Und wenn Sie das anpeilen, Herr Köhler, dann gute Reise.“
Köhler hingegen war sich sicher, Sponsoren für das Projekt mit ins Boot holen zu können und setzte zugleich zu einem flammenden Plädoyer für Kunstquartier-Vordenker Gerhard Steidl an. „Es ärgert mich, wie das persönliche Engagement von Steidl unterschätzt wird.“ Dieses müsse unterstützt werden. Für Theuvsen allerdings ist die Sache klar: „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen – und zwar ganz.“ Köhlers trockener Konter: „Dann müssen wir erst klären, wer Besteller ist. Steidl ist der Ideengeber, Besteller ist immer noch die Stadt.“

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