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Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar: Kritik an aktuellen Trassenplänen

Rechtliche Schritte prüfen Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar: Kritik an aktuellen Trassenplänen

Noch immer ist der geplante Trassenverlauf der Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar im Abschnitt zwischen Hardegsen und Holtensen umstritten. BUND, Naturschutzbund, Stadt Hardegsen und eine Gladebecker Bürgerinitiative haben jetzt gemeinsam Kritik geäußert.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Northeim. Wie die Naturschützer, Bürger und Kommune mitteilen, seien bei einem Gespräch im September die Auffassungen über den Trassenverlauf zwischen Hardegsen und Holtensen stark unterschiedlich gewesen. Die von Trassenbetreiber Tennet vorgesehene Variante weiche von der landesplanerisch festgestellten ab. Ursprünglich sollte südlich des Umspannwerks Hardegsen die 380-Kilovolt-Leitung in Richtung Autobahn 7 geführt und ab Bovenden parallel zur A 7 bis Holtensen verlaufen.

In der gemeinsamen Mitteilung der BUND-Kreisgruppen Northeim und Göttingen, der Nabu-Ortsgruppe Northeim, der Stadt Hardegsen und der Bürgerinitiative Mensch und Milan aus Gladebeck heißt es: „Diese sogenannte Osttrasse würde weitgehend durch die ausgeräumte Agrar-Landschaft des Leinetals führen.“ Die von Tennet für die Planfeststellung jedoch eingereichte Trasse verlaufe weiter im Westen „über dem Solling vorgelagerte Bergrücken“ und kreuze dabei „das FFH-Gebiet ,Weper, Gladeberg, Aschenburg‘“.

In diesem Gebiet seien mit Ausnahme des Wendehalses „alle einheimischen Spechtarten zu finden, außerdem brüten dort zahlreiche Rotmilane (Foto). Deshalb wurde diese Westvariante im damaligen Raumordnungsverfahren auch verworfen“, heißt es in der Mitteilung. Stadt Hardegsen, Landkreis Northeim, Nabu und BUND wollen „zum weiteren strategischen Vorgehen in engem Austausch bleiben“. Es werde davon ausgegangen, „dass aufgrund der naturschutzfachlichen Sachlage Tennet und die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr endgültig von der Westtrasse Abstand nehmen“.

Der Landkreis Northeim werde über eine eigene Klage nicht vor dem Erörterungstermin entscheiden, würde aber eine mögliche Klage des BUND inhaltlich unterstützen, schreiben die Verfasser der gemeinsamen Erklärung. Die Stadt Hardegsen werde sich auch über eine eigene Klagebefugnis beraten lassen, und der Ortsrat Gladebeck habe bereits Mittel für die Unterstützung der Bürgerinitiative zurückgestellt.

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