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Hoffen auf Staatsmillionen für Projekt Göttinger Kunstquartier

Projekt von Stadt und Verleger Steidl Hoffen auf Staatsmillionen für Projekt Göttinger Kunstquartier

Mit einer Finanzspritze von 9,3 Millionen Euro soll dem vor sechs Jahren erstmals von Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) und Verleger Gerhard Steidl vorgestellten Projekt Göttinger Kunstquartier (Kuqua) in den kommenden vier Jahren Leben eingehaucht werden.

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Auf dem Grundstück Düstere Straße 7 soll das dreistöckige Ausstellungsgebäude des Kunstquartiers Göttingen entstehen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Voraussetzung: Das Projekt wird in das neu gestalte Programm „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit aufgenommen. Eine entsprechende Bewerbung hat die Stadtverwaltung inzwischen eingereicht.

Zentrum des Kuqua soll ein neues dreistöckiges Ausstellungsgebäude auf dem Grundstück Düstere Straße 7 mit rund 350 Quadratmetern Grundfläche werden. Weitere Ausstellungsflächen sollen in der Nikolaistraße entstehen, so dass rund 1400 Quadratmeter „für eine großzügige, repräsentative und somit hochattraktive Präsentation moderner Kunst“ zur Verfügung stehen, wie es in der Kuqua-Beschreibung lautet.

Hinzu käme im Innenhof Platz für Außenausstellungen und ein Café.

Größte Investitionsposten in dem von der Verwaltung erarbeiteten Ausgaben- und Finanzierungsplan ist der Bau des Galeriegebäudes in der Düsteren Straße. Es soll 3,3 Millionen kosten. Für den Ankauf, die Sanierung und den Umbau des Galeriegebäudes in der Nikolaistraße 21 sind weitere drei Millionen Euro veranschlagt. Drittgrößter Brocken ist eine geplante Umgestaltung der Nikolaistraße mit 1,1 Millionen Euro.

Entscheidung im November

Weitere Posten sind: Freiraumgestaltung und Wasserkunst im Innenhof (460 000 Euro), der Innenausbau des „Steidl Museum – Günter-Grass-Archiv“ (450 000 Euro), die Förderung privater Fassaden- und Dachsanierungen (400 000 Euro) und die Sanierung und der Umbau des Galeriegebäudes Nikolaistraße 22 (300 000 Euro).

Bei dem veranschlagten Projektvolumen von 9,3 Millionen Euro sollen knapp 7,9 Millionen aus Bundesmitteln gedeckt werden, 550 000 Euro tragen private Eigentümer.Die Stadt Göttingen trägt 875 000 Euro, bis 2018 jährlich rund 219 000 Euro.

Nach Auskunft von Stadtsprecher Hartmut Kaiser soll eine Jury im November über die Förderung entscheiden. Wegen der engen Bewerbungsfrist (Ausschreibung am 7. August, Bewerbungsende am 22. September) sei eine ordnungsgemäße Vorbereitung über Ausschüsse und eine Beschlussfassung im Rat nicht zu erreichen gewesen.

Der Projektbeginn soll noch in diesem Jahr sein. Nach Einschätzung des niedersächsischen Sozialministeriums erfüllt das Projekt die Vorgaben des Bundes „in hervorragender Weise“.

Mit dem Thema Kunstquartier befasst sich am Dienstag, 7. Oktober, ab 16 Uhr der Finanzausschuss des Rates und am Donnerstag, 9. Oktober, ab 16.15 Uhr der Bauausschuss.

Beide Gremien tagen im Sitzungsraum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4.

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„So etwas macht man nur einmal in seinem Leben“, sagt Heiko Schaper. Der Bauleiter von Verleger Gerhard Steidl ist stolz auf das, was er bislang in den vergangenen Jahren in dem unscheinbaren Fachwerkhaus in der Düsteren Straße 6 geschaffen hat.

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