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Hohe Beiträge trüben Freude über neue Krippe

Start mit Verzögerung Hohe Beiträge trüben Freude über neue Krippe

Die neue Krippe in Dransfeld ist jetzt mit mehr als halbjähriger Verzögerung in Betrieb gegangen. Die ersten Kleinkinder spielen bereits in den neuen Räumen im Anbau am evangelischen Kindergarten an der Hoher-Hagen-Straße. Nach Ostern soll offiziell Eröffnung gefeiert werden.

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Neue Krippe in Dransfeld: Eigener Gruppenraum für Kleinkinder.

Quelle: Theodoro da Silva

Die Betriebserlaubnis sei da, auch für die integrative Gruppe im Kindergarten, sagte der stellvertretende Verwaltungschef Wolfgang Wiedemann. Der Krippenanbau kostet rund 500 000 Euro. Der Betrieb sollte ursprünglich schon im vergangenen Sommer aufgenommen werden. Aufgrund eines Planungsfehlers, unter anderem fehlte ein zweiter Rettungsweg, musste der Bau neu ausgeschrieben werden.

Unmut gibt es bei vielen Eltern über die Höhe der Elternbeiträge in der Samtgemeinde – nicht nur für das Krippenangebot, sondern auch für Kindergartenplätze. Die Krippe sei schön geworden, findet Miriam Thiele. Die Gebühren seien für viele Eltern aber nicht mehr tragbar, beklagt die Mutter eines Sohnes. Einige Eltern reduzierten schon die Betreuungszeit. Mit anderen Eltern besucht sie einmal in der Woche eine Krabbelgruppe in der katholischen Gemeinde. Nach einem Gespräch mit Samtgemeindebürgermeister Thomas Galla (CDU) wird jetzt in einem Arbeitskreis auch mit der Koordinatorin des Familienbündnisses überlegt, wie weiter vorgegangen werden soll. Die Beiträge seien die höchsten im Landkreis, beklagt Kai Gerstenberg. Der Dransfelder Vater fordert eine Änderung.

In Dransfeld sind 270 Euro in der höchsten Beitragsstaffel für einen Platz mit sechs Stunden Betreuung im Monat zu zahlen, für einen Krippenplatz mit sieben Stunden 399 Euro. In Göttingen seien nur 139 Euro für einen vergleichbaren Kindergartenplatz zu zahlen, so Gerstenberg. Im evangelischen Kindergarten Rosdorf sind es 253 Euro.

Die verschuldete Samtgemeinde verweist auf hohe Kosten und Standards. Großstädte seien finanziell besser ausgestattet. Die Samtgemeindeverwaltung rechnet vor, dass sie derzeit etwa die Hälfte der Kosten trage, das Land 15 Prozent und Eltern rund 30 Prozent. Bei Ganztags- und Dreivierteltags-Angeboten sei die Samtgemeinde an der Spitze, räumt Wiedemann ein. Die Aufsicht dränge ständig, die Beitragsdeckung zu verbessern. Mehr Belastung der Eltern gehe aber nicht.

Ab 2013, so die Vorgabe des Landes Niedersachsen, soll für jedes dritte Kind unter drei Jahren ein Krippenplatz zur Verfügung stehen. Die Samtgemeindeverwaltung verweist darauf, dass das mit den altersübergreifenden Angeboten in Kindergartengruppen bereits erreicht ist. Derzeit gibt es zwölf angemeldete Kinder für die neue Krippe. Drei Plätze seien noch offen, sagte Wiedemann. Für die Zeit ab August sei die Krippe aber schon ausgebucht. Es gebe sogar eine Warteliste. Eltern könnten aber nach Jühnde ausweichen.

Im Internet-Auftritt der Samtgemeinde unter dransfeld.de gibt es in der Rubrik Soziales unter Elternbeiträge ein Pdf-Dokument mit detaillierten Zahlen zu Kosten und Beiträgen für Kinderbetreuung in der Samtgemeinde.

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