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Holzeinschlag bei Hünenburg

Lärchen und Schwarzkiefern von Sturm bedroht Holzeinschlag bei Hünenburg

In der vergangenen Woche sind im Bereich Ossenberg bei Dransfeld rund 150 Festmeter Holz gefällt worden. Der Holzeinschlag durch das Niedersächsische  Forstamt Münden sei in enger Abstimmung mit der Kreisarchäologie des Landkreises Göttingen erfolgt, sagt Ralf Krannich von der Revierförsterei Adelebsen. Grund: Dort, wo die fallen mussten, befindet sich die alte Wehranlage Hünenburg, die um 800 erbaut wurde.

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Holzeinschlag im Bereich der historischen Hünenburg am Ossenberg bei Dransfeld.

Quelle: EF

Dransfeld/Hann. Münden. Noch vor 200 Jahren war der Ossenberg beweidet, weshalb die Burg beziehungsweise deren Restbestände freigehalten wurden. Dann wurde das Gelände mit Lärche und Schwarzkiefer aufgeforstet, im Wallbereich wurden Linden gepflanzt.

Der jetzige Holzeinschlag erfolgte bodenschonend mit einem Vollernter und einem Rückezug mit Spezialbändern und  sei notwendig geworden, weil die Bäume drohten, aufgrund ihrer exponierten Lage bei Sturm zu entwurzeln. Dabei hätte auch Erde aus dem historischen Wall gerissen werden können, erklärt Michael Rudolph, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten.

Vom Wall und aus dem Wallinneren wurden um 130-jährige Lärchen und Schwarzkiefern sowie um etwa 30 Jahre alte Linden entnommen, die einst zur Dokumentation des Wallverlaufs gepflanzt worden waren. Die am Ossenberg geschlagenen Stämme werden als Stamm- und Industrieholz verkauft.

Derzeit werden übrigens auch 565 Festmeter Nadelholz aus vielen Stadtwäldern und aus den Niedersächsischen Forstämtern zu zentralen Lagerplätzen gefahren, wo die Stämme in den nächsten Wochen von Holzeinkäufern begutachtet und bewertet werden.

Die Stadt Hann. Münden bringt in diesem Jahr 20 Festmeter Lärchen-Stammholz zum Submissionsplatz Himmelsleiter zwischen Hedemünden und Meensen, so Susanne Gohde vom Betrieb Stadtwald. Die Stämme hätten beste Qualität und seien sehr dick. Die Holzkäufer geben bis spätestens 10. Februar ein schriftliches Gebot ab. Die Niedersächsischen Landesforsten werten die Gebote dann aus und erteilen die Zuschläge.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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