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Hotel und Lokal für Uni-Nordbereich

Unter Ausschluss des Ortsrates Hotel und Lokal für Uni-Nordbereich

Stadt und Universität wollen den Uni-Nordbereich stärker mit dem Ortsteil Weende vernetzen. Das ist eines der Ergebnisse eines Workshops, der im August 2009 unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Die Veranstaltung war so geheim, dass nicht einmal der unmittelbar betroffene Ortsrat Weende etwas davon wusste. Entsprechend verärgert reagierten die Kommunalpolitiker, als Stadtplaner Hans-Dieter Ohlow nun im Ortsrat die Ergebnisse vorstellte. Ohlow bat um Verständnis. Die Universität habe erst einmal im kleinen Kreis diskutieren wollen.

Das neue Konzept, das vom Frankfurter Büro BS+ stammt, sieht im Süden des Campus einen breiten Fußweg vor. Die Lutterterrassen werden die Robert-Koch-Straße mit der Straße Am Faßberg verbinden. Der Weg soll künftig die Grenze zwischen der Bebauung auf der einen Seite sowie dem Geopark beziehungsweise dem Neuen Botanischen Garten auf der anderen Seite bilden. An den Lutterterrassen ist ein neues Studentenwohnheim geplant.

Im Bereich der Robert-Koch-Straße weitet sich der Weg zu einem Platz, der neuen Mitte des Campus. Dort sieht das Konzept ein Hotel, ein Restaurant sowie Dienstleister vor. Auf der anderen Straßenseite könnte ein Science-Center entstehen. Von dort soll ein Fußweg zu den Geschäften im Bereich des ehemaligen Isco-Geländes führen. Das Nahversorgungszentrum ist von der Uni aus derzeit nur schlecht zu erreichen.

Geopark will investieren

Mit dem neuen Konzept bekennt sich die Universität erstmals dazu, dass der Nordbereich Stadtteilqualitäten bekommt, betonte Ohlow. Das Konzept fand im Ortsrat Zustimmung. Es wurden aber Zweifel geäußert, ob das Studentenwerk die Ansiedlung eines Gastronomiebetriebs dulden werde. Der könnte die Auslastung der Mensa gefährden. Die Politiker machten darauf aufmerksam, dass die neue Mitte im Bereich der jetzigen Parkflächen geplant sei. Schon heute würden aber Parkplätze knapp. Frank Vaupel (Grüne) warnte, dass der Geopark 2010 genau in dem von den Planungen berührten Bereich Investitionen plane. Ortsbürgermeister Hans Otto Arnold (CDU) protestierte gegen eine Wohnbebauung im Trinkwasserschutzgebiet nördlich der Otto-Hahn-Straße. Davon war zeitweise die Rede. „Das ist wieder vom Tisch“, erklärte Ohlow.

Von Michael Caspar

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