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Hühner auf der Roten Liste: Erhaltung der Artenvielfalt

Zitterhälse und Federfüße Hühner auf der Roten Liste: Erhaltung der Artenvielfalt

Nicht nur um Züchterstolz und Pokale ist es am Wochenende in Elliehausen gegangen, sondern auch um die Erhaltung der Artenvielfalt. Das betont Ute Machemehl vom Rassegeflügel-Zuchtverein Göttingen-Grone, der im Gasthaus Berge seine Leinetal-Geflügelschau veranstaltete.

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Ungeschlagen blieb Vereinschef Siegfried Machemehl mit seinem Zwerg-Brakel Gold. Er siegte schon bei der Deutschen Meisterschaft.

Quelle: Heller

Elliehausen. Zweck und Thema der Sonderschau war nämlich die Erhaltung der Brakel und der Brakelzwerge. Die alte Landhuhnrasse Brakel, aus Belgien stammend, ist selten und steht in der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen des Jahres 2013. Danach gab es im Jahr 2009 in Deutschland nur noch 188 Hähne und 928 Hennen. Auch in Züchterkreisen hat es die Rasse schwer, weil das angestrebte komplexe Sprenkelgefieder nur schwer zu züchten ist. Bei der Zwergform sieht es ähnlich prekär aus.

Wer ein Faible für Zwerghühner hat, bekam am Sonnabend und Sonntag in Elliehausen einiges zu sehen. Zum Beispiel die kleinsten Hühner der Welt der Rasse Serama. Weil sie so zahm, ruhig und zutraulich seien, würden die Tiere nicht selten auch als kinderfreundliche Haustiere gehalten, erklärt Machemehl.

Ungewöhnlich nicht von der Größe, sondern von der Optik zeigten sich die „Federfüßigen Zwerghühner, goldporzellanfarbig“: Bei ihnen sind auch die Füße von einem reichen Federkleid bedeckt. Dabei handele es sich um „eine der ältesten Hühnerrassen überhaupt“, sagt Machemehl. Es gebe Zeichnungen aus dem alten Ägypten, auf dem diese Tiere zu erkennen seien.

Auch einige Tauben gab es in Elliehausen zu sehen – unter anderem so auffällige Exemplare wie Pfautauben oder Zitterhälse. Die ersteren plustern ihre Federn so auf, wie es ihrem Namen entspricht, die letzteren haben einen langen Hals, der ständig in Bewegung ist.

Und natürlich ging es bei der Geflügelschau am Ende dann doch um Pokale. Vereinssieger wurde Vereinschef Siegfried Machemehl mit einem Zwerg-Vorwerkhuhn. Es folgten Günter Dohrmann mit einem Zwerg-Sussex-Huhn und Heinz Beetz mit einem Australorps.

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