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Hunde hetzen Wildtiere

Leinenzwang Hunde hetzen Wildtiere

Ein vermutlich frei laufender Hund hat in der vergangenen Woche ein trächtiges Reh bei Adelebsen gerissen. Auch am Kiessee in Göttingen gab es am Sonntag einen  Vorfall. Jäger appellieren, Hunde insbesondere in der Brut- und Setzzeit wie vorgeschrieben anzuleinen.

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Jagdszene am Feuchtgebiet Seeanger bei Seeburg: Ein Schäferhund hetzt Kraniche, Gänse, Graureiher und zwei flüchtende Rehe.

Quelle: Herting

Verletzungen an Hinterlauf, Kehle und eine abgefressene Keule – eine Spaziergängerin fand das getötete Reh an einem Weg in der Adelebser Feldflur in der Nähe der Grillhütte. Hegeringleiter Dietrich Pieper und Jagdpächter Hans Krämer sind erbost. Krämer stellte auch eine Anzeige gegen Unbekannt. 

Die Jäger vermuten, dass ein wildernder Hund das trächtige Reh tötete. Dass der Reinhardswaldwolf „Reinhard“ der Übeltäter war, glaubt Pieper nicht. Der Hegeringleiter der Adelebser Jagdgenossenschaft stellte Verletzungen an den Hinterläufen und der Kehle fest. Das Reh sei von hinten gefasst worden, sagt Pieper. „Die Ricken sind jetzt dick und rund und unbeweglich.“ Die Tiere hätten keine Chance, Hunden zu entkommen. 

Pieper bittet alle Hundehalter, sich an den Leinenzwang zu halten und ihre Hunde in Feld und Flur in der Setzzeit anzuleinen. In der Adelebser Flur seien überall Schilder aufgestellt, die darauf hinwiesen. Der Polizei zufolge gibt es derzeit noch keine Hinweise auf den Halter. Anzeigen würden nur selten gestellt.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich auch am Sonntag in der Nähe des Göttinger Kiessees. Besucher eines Kanupolo-Turniers beobachteten einen schwarzen Hund, der ein Reh anfiel. 

Hund hetzt im Rastgebiet

Kürzlich beobachtete Tageblatt-Leser Jochen Herting einen „herrenlosen“ Schäferhund am Seeanger bei Seeburg, der im Feuchtgebiet rastende Nilgänsen, Graureihern und Kranichen hinterherjagte. Auch Rehe wurden verjagt. Zum Glück habe der Hund nichts erwischt. Er beobachte häufiger, dass Spaziergänger ihre Hunde trotz Leinenzwangs frei laufen ließen, beklagt Herting.

Von Gerald Kräft

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