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Hundeexperte Martin Rütter in der Lokhalle Göttingen

Hilfe für Mensch-Hund-Team Hundeexperte Martin Rütter in der Lokhalle Göttingen

Martin Rütter kommt nach Göttingen: Am Donnerstag, 21. Januar, zeigt er ab 20 Uhr in der Lokhalle, Bahnhofsallee 1, sein Programm „nachSITZen“. Der Hundeexperte nimmt sein Publikum mit auf eine tiefenpsychologische und witzige Exkursion in Deutschlands Hundewelt.

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Martin Rütter kommt nach Göttingen: Am Donnerstag, 21. Januar, zeigt er ab 20 Uhr in der Lokhalle, Bahnhofsallee 1, sein Programm „nachSITZen“. Der Hundeexperte nimmt sein Publikum mit auf eine tiefenpsychologische und witzige Exkursion in Deutschlands Hundewelt.

Quelle: Marc Rehbeck

Göttingen. Mit seinem Vierbeiner regelmäßig eine Hundeschule zu besuchen, ist für viele Hundebesitzer zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Ist das Ihrer Meinung nach überhaupt notwendig und warum?
Es ist auf jeden Fall erst einmal gut, wenn die Leute etwas unternehmen und ihre Hunde beschäftigen. Denn mangelnde Auslastung ist eines der Kardinalprobleme. Doch man muss auch wissen: Zu Erziehung gehört Beziehung – und die steht 24 Stunden am Tag auf dem Prüfstand. Das ist ein fortwährender und nie endender Prozess. Es reicht also nicht aus, jede Woche für zwei Stunden zum Agility-Training auf dem Hundeplatz zu fahren.

Sollte eine standardisierte Ausbildung für Halter und Hund Pflicht sein?
Ich plädiere schon lange für einen Hundeführerschein, der aber bereits vor der Anschaffung eines Hundes absolviert werden müsste. Denn ganz viele Probleme entstehen, weil sich die Leute vorher keine Gedanken darüber machen, was das Zusammenleben mit einem Hund bedeutet. Die meisten Probleme sind menschengemacht, deshalb muss man den Menschen schon vorher essenzielles Wissen an die Hand geben. Das fängt mit der elementaren Frage an „Welcher Hund passt überhaupt zu mir“, was sind gute Tierheime und Züchter und endet bei den grundlegenden Kenntnissen der Hundesprache und artgerechten Haltung eines Hundes. Ein Wochenendseminar würde schon reichen, um die ganz groben Anfängerfehler zu vermeiden.

Sie greifen immer wieder den Hund als „Spiegel des Menschen“ auf. Wie bedingt das Verhalten des Herrchens das des Hundes?
Mehr oder weniger komplett. Wenn es Komplikationen in einer Mensch-Hund-Beziehung gibt, ist es ja auch fast nie DER Problemhund, sondern der Mensch, der seine Einstellungen und Verhaltensweisen überdenken und verändern muss.
 

Sie haben die Trainingsmethode D.O.G.S. entwickelt, eine gewaltfreie und am Hund orientierte Ausbildung von Mensch und Hund. Integrieren Sie in Ihre Gruppen auch Hunde, die aus einem schwierigen Umfeld kommen? Wenn ja, welche Erfolge sind damit zu erzielen?
Mit D.O.G.S. kann ich im Grunde nahezu jedem Mensch-Hund-Team helfen, sofern die Bereitschaft vorhanden ist. Denn das ist ja der Kern unserer Philosophie: kein schablonenhaftes Denken, sondern immer ein individuell auf den jeweiligen Hund und Halter zugeschnittenes Trainingskonzept.

Im Volksmund heißt es: „Wie der Hund, so das Herrchen“. Was für einen Hund haben Sie?
Aktuell leben zwei Hunde bei mir: Abbey, ein Rhodesian Ridgeback, und Emma, ein Mischling aus Terrier und Australian Shepherd.

Für die Zusatzveranstaltung gibt es noch Karten. Sie sind  unter anderem in der Tageblatt-Geschäftsstelle, Weender Straße 44, in Göttingen, unter Telefon 05 51 / 90 12 13 oder im Internet unter tickets.goettinger-tageblatt.de, erhältlich.

Von Katrin Westphal

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