Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
„Katastrophe für Pendler und Schüler“

ICE-Streckensperrung hat Folgen für Nahverkehr „Katastrophe für Pendler und Schüler“

Die Sperrung der ICE-Strecke Hannover-Göttingen-Kassel vom 23. April bis zum 8. Mai hat offenbar erhebliche Auswirkungen auf den Nahverkehr. Nach Informationen des Fahrgastverbandes Pro Bahn wird es zwischen Kreiensen und Göttingen wie auch zwischen Northeim und Göttingen „gravierende Zugausfälle“ geben.

Voriger Artikel
Stadt Göttingen sucht 1.300 Wahlhelfer
Nächster Artikel
Land genehmigt Göttinger Haushalt

ICE auf der Werratalbrücke bei Hann. Münden

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Demnach müssen sich Fahrgäste aus dem Südharz für zwei Wochen auf Schienen-Ersatzverkehr mit Bussen und deutlich längere Fahrzeiten einstellen. Die „Züge aus dem Südharz werden zwischen Northeim und Göttingen komplett gestrichen, um Platz für die durchrauschenden ICE-Züge zu schaffen“, erklärt der Göttinger Pro Bahn-Regionalvorsitzende Michael Reinboth. Aber immerhin: „Zwischen Herzberg und Göttingen sollen zur Hauptverkehrszeit ,Schnellbusse' verkehren, um die Reisezeit wenigstens etwas erträglicher zu gestalten.“

Info

Info-Service der Deutschen Bahn zu den Fahrplanänderungen: Telefon 0180/6 99 66 33.

Auch Fahrgäste aus Bad Harzburg, Seesen und Bad Gandersheim „müssen sich mit deutlich längeren Fahrzeiten, Ersatzbussen und verpassten Anschlüssen abfinden“, kritisiert Reinboth. Zwischen Kreiensen und Göttingen fallen ihre Züge wegen der umgeleiteten ICE aus.

„Die Pendler des Nahverkehrs zahlen damit die Zeche für die Fehlleistungen der Deutschen Bahn bei der Sanierung der ICE-Strecke“, sagt Reinboth. Dass diese Einschränkungen bislang zu keinen Protesten der Landesnahverkehrsgesellschaft und der örtlichen Politiker geführt hätten, sei verwunderlich. Leider habe die Politik praktisch nur den ICE-Verkehr im Blick, empört sich Reinboth: „Da wird um den Erhalt des ICE-Halts Göttingen gebangt, während sich die eigentliche Katastrophe heimlich, still und leise über die treuesten Kunden der Bahn, die Pendler und Schüler, ergießt.“

Pro Bahn fordert, „dass wenigstens die wichtigsten Pendlerzüge, zum Beispiel der um 7.10 Uhr aus Nordhausen/Herzberg in Göttingen eintreffende oder der um 15.49 Uhr abfahrende, auch während der Bauarbeiten verkehren“. Völlig ungeklärt, so der Göttinger Pro Bahn-Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff, sei zudem die Frage der Entschädigung im Nahverkehr: „Hier hält sich die Bahn als Verursacher des erneuten Durcheinanders vornehm zurück, bietet lediglich Lösungen für ICE-Kunden an und schweigt sich zu allem anderen aus.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Art und Zeitpunkt ungünstig
ICE auf der Werratalbrücke bei Hann. Münden

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert, die Deutsche Bahn hätte die ICE-Schnellbahntrecke Hannover-Göttingen-Kassel-Fulda viel früher und koordinierter sanieren müssen. Schließlich habe das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) schon seit 2009 darauf gedrängt. Auch von CDU und FDP im Göttinger Stadtradt kommt Kritik.

mehr
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“