Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
IGS-Oberstufe in Bovenden und Weende?

Schulen führen erste Gespräche für gemeinsames Konzept IGS-Oberstufe in Bovenden und Weende?

Die IGS Bovenden und die Neue IGS Göttingen in Weende wollen eine gemeinsame gymnasiale Oberstufe mit Abitur als Abschluss aufbauen. Beide Schulen bestätigten erste Gespräche. Zeitplan und Standort sind allerdings offen. Stadt und Landkreis als Schulträger stützen den Weg.

Voriger Artikel
Familienfest am Jugendhaus Gartetalbahnhof
Nächster Artikel
Arien und der Tod auf der Bühne

Die IGS Bovenden.

Quelle: cro

Bovenden/Göttingen. „Wir sind beide an einer Oberstufe interessiert“, sagte der Leiter der noch jungen Neuen IGS Göttingen, Lars Humrich, gegenüber dem Tageblatt. Und wir haben festgestellt, dass es in unseren Konzepten viele Überschneidungen gibt“, ergänzte Renate Heyn, Leiterin der IGS Bovenden. Die weiterführende Schule des Landkreises spekuliert schon lange darauf, eine Oberstufe einzurichten - und wird dabei auch vom Flecken Bovenden gestützt. Zurzeit müssen ihre Schüler nach der 10. Klasse an eine andere Schule mit Oberstufe wechseln, wenn sie Abitur machen wollen. Auch die Neue IGS Göttingen hat vom Land Niedersachsen bisher nur eine Genehmigung bis Klasse 10.

Das Problem: Beide Schulen sind auf absehbare Zeit zu klein, um jeweils eine eigene Oberstufe mit einem guten Angebot aufzubauen. Ihr Vorteil: Sie liegen dicht beieinander.

In einem ersten Gespräch habe sich schnell gezeigt, „dass wir beide mit unseren Sekundar-I-Konzepten eine gute Basis haben, um gemeinsam etwas zu entwickeln“, so Humrich. Bei beiden spiele zum Beispiel die individuelle Förderung der Kinder eine große Rolle - mit einer engen Begleitung bis zur 10. Klasse, so Heyn. Und beide würden eng mit außerschulischen Partnern kooperieren. Im Vorfeld einer gemeinsamen Oberstufe „würden sich unsere bestehenden Profile gut ergänzen“, sagte Hummrich.

Die Standort- und Raumfrage sei zurzeit aber noch völlig ungeklärt, so Heyn. Denkbar wäre eine gemeinsame Oberstufe entweder in Bovenden oder in Weende, eine weiterer Standort in der Mitte oder eine Oberstufe an einer der beiden Schulen mit Außenstandort in der anderen. Das ist allerdings rechtlich in Niedersachsen bisher nicht vorgesehen, weil die Schulen unterschiedliche Träger haben. Die allerdings unterstützen den eingeschlagenen Weg. Und gerade in Schulfragen arbeiten Stadt und Landkreis eng zusammen.

Vor konkreten Aussagen dazu wollen Stadt und Kreis allerdings erst einmal die Anmeldezahlen für die neuen fünften Jahrgänge abwarten. Denn: „Eine neue Oberstufe muss auf einen entsprechenden Bedarf treffen“, erklärte Kreisschuldezernent Marcel Riethig (SPD). Für den Kreis sei es aber auch wichtig, dass dadurch andere Schulen nicht geschwächt werden. Eine Kooperation beider Schulen für eine Oberstufe sei nur konsequent, sagte Göttingens Schuldezernent Siegfried Lieske (Grüne). Neben den rechtlichen Hürden sei aber auch noch unklar, ob der erforderliche Bedarf für eine Genehmigung dann gemeinsam oder für jede Schule getrennt nachgewiesen werden müssen.

Schülerzahlen:

Die IGS Bovenden gibt es seit dem Jahr 2009. Im vergangenen Jahr wurden die ersten 110 Schüler nach ihrer zehnten Klasse verabschiedet worden – 52 von ihnen mit einem erweiterten Realschulabschluss. Ihre Anmeldezahlen steigen von Jahr zu Jahr. Für die neuen fünften Klassen ab August gibt es bisher 61 Anmeldungen, erfahrungsgemäß wird es aber noch etliche Nachmeldungen geben. Insgesamt hat die IGS Bovenden zurzeit 705 Schüler. Die Neue IGS Göttingen gibt es erst seit vergangenem Jahr. Sie soll ab Jahrgang Fünf aufsteigend wachsen. In den jetzigen fünften Klassen hat sie 111 Schüler. Für das kommende Schuljahr haben sich 156 Schüler angemeldet – 109 kann die Neue IGS in diesem Jahr aufnehmen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“