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IWF-Gebäude Göttingen als Unterkunft für Flüchtlinge und Studenten?

Stadt saniert für 376 000 Euro alte Gebäude für Flüchtlinge IWF-Gebäude Göttingen als Unterkunft für Flüchtlinge und Studenten?

Um Asylbewerber und Flüchtlinge unterzubringen, nutzt die Stadt Göttingen zurzeit jeden freien Quadratmeter Wohnraum in ihren eigenen Häusern und darüber hinaus jede andere Möglichkeit, Wohnungen bereitzustellen. Gerade erst hat sie sich für 100 000 Euro bei Wohnungsgenossenschaften sogenannte Belegungsrechte gesichert.

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Könnte viel Platz für Asylbewerber und Studenten bieten: das ehemalige IWF-Gebäude am Göttinger Nonnenstieg.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Jetzt lässt sie für mehr als 376 000 Euro städtische Häuser im Bereich Königsstieg und an der Groner Landstraße sanieren, damit die künftigen Bewohner wenigstens vernünftig heizen können.

Erschwert wird die Lage, weil zurzeit auch viele Studenten verzweifelt eine Bleibe suchen. Vor diesem Hintergrund gibt es aus den Reihen der Ratspolitiker nach Tageblatt-Informationen offenbar den Vorschlag, das leer stehende ehemalige IWF-Gebäude am Nonnenstieg als Unterkunft herzurichten – für Flüchtlinge oder Studenten.

Vor wenige Jahren saniert

Das gut 50 Jahre alte Haus sei gut in Schuss und erst vor wenigen Jahren saniert worden, erklärte ein Ratsmitglied zu den internen Überlegungen. Heizung und Sanitäranlagen seien vorhanden. Und es dürfte nur wenig Aufwand benötigen, die früheren Büros und Fachräume als Studentenbuden oder für Flüchtlingswohnungen herzurichten.

Das Gebäude der einstigen „IWF Wissen und Medien GmbH“ mit Schwerpunkt Film gehört mehreren Bundesländern und wird von einem Liquidator verwaltet, Göttingen müsste es mieten.

Städtische Häsuer werden saniert

Unterdessen hat der Finanzausschuss des Rates „überplanmäßige Aufwendungen“ in Höhe von 379 000 Euro abgesegnet. Im Etatplan für 2013 ist diese Summe nicht vorgesehen. Sie sei aber durch Zinseinsparungen an anderer Stelle gedeckt, versicherte der Fachbereich Finanzen. Mit dem Geld sollen städtische Häuser saniert werden, um die sich die Stadt in den vergangenen Jahren nicht gekümmert habe, weil sie „ursprünglich anders genutzt werden sollten“.

Um dort wieder eine „menschenwürdige, einfache Unterbringung zu gewährleisten“, müssten Heizungen eingebaut und die Elektrik erneuert werden. Die Stadt muss in diesem Jahr knapp 300 Asylbewerber und Flüchtlinge aufnehmen, im nächsten Jahr voraussichtlich mehr als 500.

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CDU gibt grünes Licht
In der Diskussion: IWF.

Nachdem die CDU/FDP-Gruppe am Donnerstag im Bauausschuss öffentlich noch Beratungsbedarf angemeldet hatte, war dieser schon am Montag im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss ausgeräumt: Einstimmig, so heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung, seien dort die Auslegungsbeschlüsse für die Planung zur Nachnutzung der Flächen des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg gefasst worden.

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