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IWF: Grüne wollen „Neustart“ am Nonnenstieg

„Dumme Ignoranz“ IWF: Grüne wollen „Neustart“ am Nonnenstieg

Einen Neustart für die Planungen zur Bebauung des ehemaligen IWF-Geländes am Nonnenstieg fordert der grüne Ratsherr Ulrich Holefleisch, Mitglied im Bauausschuss des Rates. „Sowohl das Verfahren als auch das Ergebnis ist so kritikwürdig, dass wir besser beraten sind, vollständig bei Null anzufangen oder zumindest drei Planungsschritte zurück zu gehen“, heißt es in einer Mitteilung.

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Warten auf den Abriss: das Gebäude des ehemaligen Institutes für den wissenschaftlichen Film (IWF) im Nonnenstieg.

Quelle: Archiv

Göttingen. Holefleischs Vorwürfe: Die politischen Gremien der Stadt seien nach dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplanes „komplett ausgeschaltet“ worden. Alle darüberhinaus Beteiligten hätten eine „dumme Ignoranz gegenüber der Bürgerschaft“ gezeigt, sagte Holefleisch gegenüber dem Tageblatt.

„Als Ergebnis haben wir nun einen Entwurf, dem jede Akzeptanz fehlt, weil er weder städtebaulich gelungen noch sozial- und nachbarschaftsverträglich ist.“ Stattdessen seien „alternative Entwürfe“ nötig, und Rat und Bürger müssten in die Planungen von vornherein stärker eingebunden werden. Für die Bauausschusssitzung am 7. Februar kündigte Holefleisch einen entsprechenden Antrag an.

Der gültige Bebauungsplan lasse auf dieser Fläche bislang nur Kleingärten und das IWF zu, erklärt Holefleisch. „Wenn ein Investor sich vom Rat eine Änderung dieses B-Plans wünscht, damit er hier mit andersartiger Bebauung sein Geld verdienen kann, muss er Pläne vorlegen, die den städtebaulichen Interessen des Rates entgegenkommen“, fordert er.

Dem städtebaulichen Ziel, auf dem Gelände  „sozial- und nachbarschaftsverträglichen Geschosswohnungsbau zu ermöglichen“, würden die neuen Pläne nicht gerecht.  Sich auf dieser Grundlage auf einen einzigen Investor und Architekten festzulegen, lehnt der Baupolitiker ab. Auch sei seiner Meinung nach die Nachnutzung der ehemaligen IWF-Gebäude, die sich im öffentlichen Besitz befinden, „nicht ernsthaft“ geprüft worden.

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„Zumutung“

Mit einem offenen Brief hat die Initiative „Pro Nonnenstieg“ auf die Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) reagiert. Meyer hatte der Initiative, die sich gegen die Pläne für die künftige Nutzung des ehemaligen IWF-Geländes stellt, gesagt, dass man zwar über Architektur und Geschmack diskutieren könne, nicht aber über den Grundsatz von mehrgeschossiger Wohnbebauung an dem Standort.

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