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„Ich kann schon meinen Namen schreiben“

Einschulung „Ich kann schon meinen Namen schreiben“

900 Erstklässler werden ab September die Göttinger Grundschulen bevölkern, rund 1100 sind es im Landkreis. Dazu gehören Emma Schneller (5) und Chelsea Dougherty (6) aus Rosdorf. Ihre Kindergartenzeit hat mit einer Abschlussfeier ein schönes Ende gefunden. Jetzt freuen sich die beiden auf die Schule. Hier gibt es Tipps und Infos zur Einschulung.

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Freuen sich auf den ersten Schultag: Emma Schneller (links) und ihre Freundin Chelsea Dougherty.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Rosdorf. Aber vorher gibt es noch einiges zu beachten, zum Beispiel auf dem Weg zur Schule. „Eltern sollten den Schulweg mit den Kindern abgehen und auf Gefahren hinweisen. Außerdem ist es wichtig, dass Erwachsene ein gutes Vorbild sind, da Kinder deren Verhaltensweisen übernehmen“, rät der Kontaktbereichsbeamte Bernhard Bode von der Göttinger Polizei. Und natürlich sei der kürzeste Weg nicht immer der sicherste. Zu Schulbeginn gebe es auch vermehrt Kontrollen. „Gerade Radfahrer bremsen bei Fußgängerüberwegen nicht immer“, erzählt Bode. Dabei sei die Aufmerksamkeit der Erwachsenen gefordert. Und im Winter sei es außerdem noch wichtig, dass die Kinder helle Kleidung tragen.

Emmas Schulweg ist ziemlich lang. 20 bis 30 Minuten braucht sie zur Heinrich-Grupe-Schule in Rosdorf. Aber da sie nicht die Einzige aus ihrem Viertel ist, wird sie gemeinsam mit den anderen den Schulweg antreten. „Am Anfang geht auch immer noch jemand von den Erwachsenen mit“, erläutert Emmas Mutter Astrid Schneller.

"Ich freue mich darauf, neue Freunde zu finden"

Emma und Chelsea haben schon ihre Schulranzen. Federmäppchen, Hefte und Malkasten liegen ebenfalls bereit. Für beide kann es losgehen. „Ich kann schon meinen ganzen Namen schreiben“, erzählt Chelsea stolz. „Und ich freue mich darauf, neue Freunde zu finden“, berichtet Emma.

Aber zuerst kommt noch die Einschulung. Dann bekommen die beiden ihre Schultüten. Nach einer forsa-Umfrage stehen bei Eltern Süßigkeiten oben auf der Liste für die Schultüte. Danach folgen Schulmaterialien und Bücher auf der Beliebtheitsskala. Ganz unten rangieren Geld und Handys.

„Die Schultüte soll natürlich eine Überraschung für Emma sein“, berichtet ihre Mutter, während Emma und Chelsea auf dem Balkon herumalbern. „Aber Süßigkeiten, Kleinigkeiten und ein persönliches Gutscheinheft kommen hinein“, verrät Schneller trotzdem. Das Gutscheinheft wird selbst gebastelt, und die Gutscheine sind etwa für Familienausflüge gedacht.

„Es ist anders als der Kindergarten"

Was sie danach aber in der Schule erwartet, wissen Emma und Chelsea noch nicht so recht. „Es ist anders als der Kindergarten. Man muss rechnen und Hausaufgaben machen“, glaubt Chelsea. Aber ein Fach gibt es, auf das beide sich besonders freuen: Sport. Doch auch Lesen und Schreiben wollen beide endlich lernen. „Dann müssen Mama und Papa nicht mehr vorlesen, weil ich das alleine kann“, sagt Emma und lacht. „Ich bin mir sicher, dass sie Freude an der Grundschulzeit haben werden. Das wird schon klappen. Hoffentlich steht auch der Spaß am Lernen im Vordergrund und nicht so sehr der Leistungsgedanke“, sagt Emmas Vater Michael Bock.

Tipps für den Schulweg
Eltern sollten den Schulweg vorher mit ihren Kindern anschauen, rät die Polizei. Am besten ist es, wenn sie diesen auch mit den Kindern zu üblichen Schulwegzeiten abgehen und nicht etwa an Feiertagen. Auch ist es wichtig, dass Eltern sich im Verkehr als Vorbild verhalten. Wenn Eltern über eine rote Ampel gehen, machen ihre Kinder das nach. Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste und manchmal sind kleine Umwege sinnvoll. Etwa ist es sicherer, eine Straße bei einer Ampel oder einem Zebrastreifen zu überqueren. Kinder sollten auch rechtzeitig von Zuhause losgehen, damit sie nicht in Eile sind. Aus Zeitmangel können Fehler geschehen. Auch sollten Kinder in Gruppen zur Schule gehen. Die Kinder sollten hell gekleidet sein, besonders im Winter, damit sie von den anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden können.
 
Viele Einschulungen erst am 8. September
Weil die großen Ferien in diesem Jahr an einem Wochenende zu Ende gehen und nicht an einem Mittwoch, gibt es unterschiedliche Einschulungstermine. Einige Grundschulen begrüßen die ABC-Schützen bereits am Sonnabend, 1. September, andere erst am darauffolgenden Mittwoch. Die meisten Erstklässler lernen erst am Sonnabend, 8. September, ihre Lehrer kennen – so zum Beispiel in Göttingen, Rosdorf, Adelebsen und Gleichen. Derweil gehen die Anmeldezahlen an Grundschulen zurück – zumindest im Landkreis Göttingen. Mit gut 1100 Schülern werden in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren etwa 200 Kinder weniger eingeschult. In der Stadt Göttingen hingegen ist gar ein Zuwachs zu verzeichnen: Die Anmeldungen stiegen von 844 im Schuljahr 2007/2008 auf gut 900 zum Schuljahr 2012/ 2013.  afu

Von Xenia Buchwald

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