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Ideen für ein Willkommenskonzept in Nörten

Arbeitsgruppe Alltagshilfen plant Patenschaften Ideen für ein Willkommenskonzept in Nörten

„Mit einem Lächeln erobert man die Welt“. Dieser Überzeugung ist Sabine Opolka, die zusammen mit Melanie Haase die Arbeitsgruppe Alltagshilfen der Flüchtlingshilfe Nörten-Hardenberg leitet. Am Mittwochabend hat sich die Gruppe getroffen, um Ideen für ein Willkommenskonzept zu sammeln.

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Sprecherinnen der Arbeitsgruppe Alltagshilfen: Melanie Haase (links) und Sabine Opolka.              

Quelle: Eichner-Ramm

Nörten-Hardenberg. Als eine von vier Arbeitsgruppen überlegten sich die 15 Teilnehmer des Treffen unter dem Titel Alltagshilfen, Betreuung, Freizeitgestaltung und Mobilität, wie Flüchtlingen der Start in Nörten-Hardenberg am besten ermöglicht werden könnte.

„Wir wollen ein Willkommenskonzept erarbeiten“, formulierte Melanie Haase das Ziel. Sie selbst lebe gerade einmal seit einem Dreivierteljahr in Nörten und sei positiv überrascht, wie engagiert die Bürger nicht nur in der Flüchtlingshilfe seien. Sabine Opolka ist eine der vielen Ehrenamtlichen, die sich für ihren Ort einsetzen.

Die Mitbegründerin des Bündnisses für Familien meint, dass in puncto Integration die Gesellschaft in der Vergangenheit viele Fehler gemacht habe. Deshalb will sie durch ihr Engagement dazu beitragen, von Anfang an Hilfestellung zu geben. Sie sagt: „Man muss einfach anfangen, etwas zu machen.“

Vieles, was sich die Frauen und Männer und die drei Jugendlichen an diesem Mittwochabend überlegt haben, müsse vermutlich erst einmal pragmatisch gehandhabt werden, anderes werde sich erst ergeben, bilanzierte Haase. An diesem Abend wurden auf jeden Fall einige Ideen für Angebote zusammengetragen, die den Flüchtlingen– Nörten-Hardenberg rechnet mit einer Zuweisung von rund 60 Personen – gemacht werden sollen.

So stieß zum Beispiel der Vorschlag, den Flüchtlingen Patenschaften anzubieten, auf Zuspruch. Die Paten könnten zum Beispiel mit den Asylbewerbern Orientierungsspaziergänge im Ort unternehmen, um ihnen wichtige Anlaufpunkte zu zeigen.

Eine Ehrenamtliche bot an, gemeinsam mit Flüchtlingen zu kochen, ein anderer erklärte sich bereit, Anfragen und Angebote zu Spenden telefonisch entgegenzunehmen und weiterzuleiten. Sogar die drei Schülerinnen in der Runde brennen darauf, mitzuhelfen.

Ihren Tatendrang mussten Haase und Opolka allerdings vorerst etwas bremsen, denn zunächst müssten das Einverständnis der Erziehungsberechtigten und mögliche Einsatzbereiche der Mädchen geklärt werden. Für ein Lächeln indes bedarf es keiner Zustimmung.

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