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Ikea nicht an Hermann-Kolbe-Straße

Standortprobleme Ikea nicht an Hermann-Kolbe-Straße

Ikea will nicht mehr an der Hermann-Kolbe-Straße im Nordwesten Grones bauen und dort ein Einrichtungshaus eröffnen. Die Fläche reiche für ein Ikea-Haus mit integriertem Shoppingcenter und Einzelhandelsflächen nicht aus. Aber: „Wir wollen nach wie vor nach Göttingen“, versicherte Ikea-Expansionschef Armin Michaely.

Mit der Stadt werde jetzt ein neuer Standort gesucht, „der geeignet ist, sowohl Ikea als auch das neue Homepark-Konzept abzubilden“. Das bestätigt in der gemeinsamen Erklärung Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD).

Die Absage an den Standort Hermann-Kolbe-Straße markiert eine generelle Neuausrichtung des Unternehmens. Danach werden neue Einrichtungshäuser nur noch „im Zusammenspiel mit weiteren Einzelhandelsflächen realisiert“. Für die geplante Investition in Höhe von rund 60 Millionen Euro in Göttingen „brauche Ikea ein adäquates Umfeld“, erklärt Mechaely. Ikea-Pressesprecherin Simone Settergren wird deutlicher: Ein zusätzliches Shoppingcenter mit Babywäsche und anderen typischen Einzelhandelsprodukten sei nach den Göttinger Vorgaben an der Hermann-Kolbe-Straße nicht genehmigungsfähig. Bisher hatte Ikea immer nur von einem Furniture Competence Center oder neuerdings Homepark gesprochen, in dem sich Einzelhändler und Dienstleister „rund um das Thema Wohnen“ ansiedeln sollten.

Grundvoraussetzungen für den gesuchten Standort seien eine gute Autobahnanbindung und die Nähe zur Stadt, so Settergren. Die Grundfläche müsse 120 000 bis 130 000 Quadratmeter betragen. Das Areal an der Hermann-Kolbe-Straße ist – auch nach früheren Ikea-Angaben – übrigens 140 000 Quadratmeter groß. Zurzeit gebe es keine geeignete und freie Fläche in der Stadt, die den aktuellen Ikea-Wünschen entspreche, sagte gestern Stadtbaurat Thomas Dienberg.

Von Ulrich Schubert

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