Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Illegale Machenschaften auf Kläranlage im Südharz?

Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt Illegale Machenschaften auf Kläranlage im Südharz?

Wegen illegaler Machenschaften bei der Entsorgung von Sonderabfällen ermittelt die Staatsanwaltschaft Göttingen gegen einen 60-jährigen Firmenchef aus dem Südharz sowie gegen zwei Mitarbeiter des Abwasserverbandes Bad Lauterberg.

Voriger Artikel
Nach Gefahrgutunfall: Versicherung erstattet Rosdorf 70.000 Euro
Nächster Artikel
Führungen durch Zwangsarbeit-Ausstellung in Göttingen
Quelle: dpa (Symbolbild)

Schwarzfeld/Göttingen. Der Chef der Entsorgungsfirma stehe im Verdacht, illegal mit Heizöl verunreinigtes Wasser in der Kläranlage in Scharzfeld (Kreis Osterode) entsorgt zu haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Buick. Außerdem bestehe der Verdacht, dass der Klärwerksleiter und ein weiterer Mitarbeiter des Abwasserverbandes von dieser illegalen Entsorgung gewusst haben. Gegen sie werde wegen Beihilfe zur Gewässerverunreinigung ermittelt.

 

Beide Mitarbeiter seien mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres beurlaubt worden, sagte der Vorsteher des Abwasserverbandes und Bürgermeister von Bad Lauterberg, Thomas Gans. Seinen Angaben zufolge hatte es bereits vor einiger Zeit Hinweise aus der Belegschaft gegeben. Da offenbar sowohl die Leitung des Klärwerks als auch der ebenfalls kontaktierte Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Abwasserverbandes nicht auf die Verdachtsmeldungen reagiert hätten, habe man sich schließlich an ihn gewandt. Nachdem sich bei einer ersten Prüfung Anhaltspunkte für einen entsprechenden Verdacht ergeben hätten, habe der Verband die Ermittlungsbehörden eingeschaltet.

 

Die Staatsanwaltschaft ließ in der vergangenen Woche den Betriebshof der Entsorgungsfirma, die Kläranlage in Scharzfeld sowie die Geschäftsstelle des Abwasserverbandes in Bad Lauterberg durchsuchen. Außer Geschäftsunterlagen und Datenträgern beschlagnahmten die Ermittler auch zwei Container auf dem Gelände der Kläranlage.

 

Von Heidi Niemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016