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Im Ansatz festgefahren

Kommentar Im Ansatz festgefahren

Lilly aus dem fünften Jahrgang an einer Druckmaschine, Marc aus dem sechsten unter lauter Krankenschwestern auf der Pflegestation – das sind Erfahrungen, die das Leben prägen. Es sind Erfahrungen, die vor allem die spätere Berufswahl beeinflussen können. 

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Ulrich Schubert

Quelle: Hinzmann

Mädchen schnuppern in klassische Männerberufe, Jungs testen traditionelle Frauen-Jobs. Der frühere Girls-Day und jetzige „Zukunftstag für Jungen und Mädchen“ ist eine tolle Idee. Veraltete Rollenmuster könnten überwunden werden, Jugendlichen bieten sich bei der Berufswahl viel mehr Möglichkeiten, und manche Branche könnte ihre Nachwuchsprobleme lösen. 

Leider bleibt die Kampagne aber im Ansatz stecken: Auch wenn sich viele Unternehmen sehr engagieren und tolle Programme anbieten, gibt es viel zu wenig Praktikumsplätze. Jungs sitzen dann doch wieder an der Werkbank und Mädchen vor einer Grundschulklasse, viele gehen ganz leer aus. Wenn sie Glück haben, bietet ihre Schule wenigstens ein Alternativ-Angebot zur Berufswahl und Gleichstellungproblematik an – wie eigentlich vorgesehen.

Ulrich Schubert

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