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Im Grenzdurchgangslager Friedland informieren sich hunderte Besucher über Asylverfahren

Dem Entscheider über die Schulte gesehen Im Grenzdurchgangslager Friedland informieren sich hunderte Besucher über Asylverfahren

Mehrere hundert Besucher haben am Sonnabend die Chance genutzt, beim Tag der offenen Tür im Grenzdurchgangslager und Integrationszentrum Niedersachsen in Friedland die verschiedenen Behörden und Hilfsorganisationen bei der Arbeit zu erleben.

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Im Grenzdurchgangslager Friedland informieren sich hunderte Besucher über Asylverfahren

Quelle: Heller

Friedland. Ob das Bundesverwaltungsamt, das seit vielen Jahrzehnten Spätaussiedler in Deutschland empfängt, ob Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das den Ablauf eines Asylverfahrens sichtbar machte, oder ob die Hilfseinrichtungen wie Friedlandhilfe oder  die Krankenstation der Malteser - überall konnten Besucher sich informieren lassen oder gar Entscheidern über die Schulter sehen.

Wer am Sonnabend den Lagerplan in die Hand bekam, wer die Liste der Einrichtungen auf der Rückseite studierte, der konnte wie in einer Rallye 14 Stationen besuchen und abhaken. Da war etwa die Führung durch die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen. Aufgaben und Abläufe wurden den Gästen erläutert.

Auch Wohnräume konnten angeschaut werden. Das Bundesverwaltungsamt, zuständig für die wieder zunehmenden Zuzüge von Spätaussiedlern, erläuterte seine Arbeit in einem Vortrag. Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge konnte man einzelnen Entscheidern über die Schulter schauen und sich in ihren Büros erläutern lassen, wie die Befragungen von Asylbewerbern aus Syrien oder Irak so ablaufen. 

Frauen aus diesen Ländern bevölkerten unterdessen das Frauenzentrum. Ausnahmsweise viele ihrer Kinder dabei. Das Frauenzentrum ist 2014 von 358 Flüchtlingsfrauen genutzt worden, 192 Aktivitäten haben Bozana Kondracki und ihre Kolleginnen angeboten, durchschnittlich zehn Mal besuchte jede einzelne Asylbewerberin die Einrichtung.

Künftig, so Kondracki, werde hier auch Sport angeboten, und ein PC-Grundkurs.Groß aber auch das Interesse am musealen Teil des Museums. Die Nissenhütte, in der Ausstellungsstücke aus der Anfangszeit des Lagers vor fast 70 Jahren liegen, war gut besucht. Am Stand in der Cafeteria informierte das Projekt Museum zudem, wie das werden soll, was derzeit im alten Bahnhof passiert.

Dort entsteht bis Jahresende der erste Teil des Museums zu Abschied, Ankunft, Neubeginn. Únd es gab Informationsmaterial dazu, wie sich das Museum und schließlich die Akademie weiterentwickeln sollen.

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