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Im Schichtdienst für die jüngsten Dorfbewohner

Krippe in Lenglern Im Schichtdienst für die jüngsten Dorfbewohner

Anfang August sind die ersten Knirpse eingezogen, am Dienstag, 31. August, wird die neue Krippe in Lenglern mit Kinderliedern und fliegenden Luftballons offiziell eröffnet.

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Drei Erzieherinnen und eine Großmutter: (v. l.) Anja Beyer, Birgit Heise, Ursula Lipinski und Melanie Hoffmann mit Krippenkindern.

Quelle: Hinzmann

Lenglern. Der kleine Marc kann gerade laufen, schon möchte er auf dem seiner Größe angepassten Gerüst etwas turnen. Lucas traut sich noch nicht so recht. Kurz nach 10 Uhr ist es gerade und schon zeigt das ein oder andere Kind auch schon einmal ein herzhaftes Gähnen. Für drei von ihnen ist gleich Schlafenszeit. „Zwei gehen ins Bett, eins in die Karre“, erzählen die Erzieherinnen Anja Beyer, Birgit Heise und Melanie Hoffmann. In der Eingewöhnungsphase sind sie zu dritt da. Später werden sie die Zeit von 7.30 bis 16 Uhr im Schichtdienst so belegen, dass immer zwei sich gemeinsam um die Kinder kümmern. Ganz allmählich sollen die Kleinen ihre neuen Betreuer kennen lernen. So ist heute auch die Oma Ursula Lipinski als Bindungsperson für ihr Enkelkind da.

Lichtdurchflutet und freundlich ist das Haus am Kindergarten nach den Plänen des Architekten Holger Müller geworden. Im Schlafraum mit im Podest versteckten Betten und der Möglichkeit, im Körbchen zu kuscheln, bricht ein künstlicher Sternenhimmel das Dunkel. Nach den individuellen Wünschen des Kindertagesstättenteams unter Leitung von Petra Wedemeyer-Borree, das für die Krippe um drei Stellen vergrößert wurde, ist der Waschraum eingerichtet worden.
465 000 Euro hat der Bau des neuen Hauses für die Kleinsten gekostet. Er ist laut Bovendens Sozialamtsleiter Thomas Brandes mit 217 500 Euro vom Bund und 30 000 Euro vom Land gefördert worden. Mit Hilfe eines Projekts mit Langzeitarbeitslosen der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) sei das Außengelände für die Krippe mit Schwengelpumpe und Sinnespfad naturnah gestaltet worden.

Mit dem neuen Krippengebäude ist auch ein neuer Bolzplatz angelegt worden. Dort, wo heute die Krippe steht, war früher ein Fußballplatz für die Kinder. Weil Eltern und Kinder enttäuscht gewesen seien, dass die Kids dort nicht mehr kicken konnten, habe die Gemeinde auf einem gemeindeeigenen, angrenzenden Grundstück Ersatz eingerichtet, berichtet Brandes. Im kommenden Jahr, wenn das Gras gewachsen ist, können sich die Kids dort wieder austoben. Mit den zusätzlichen 15 Krippenplätzen, die in der Bovender Krippe am Sonnenberg noch zusätzlich eingerichtet werden, halte der Flecken schon jetzt ausreichend Krippenplätze vor, um die Zielvorgabe für 2013 zu erfüllen, vermerkt Brandes. Mit den altersübergreifenden Plätzen in den Kindergärten können 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Platz in einer Bovender Einrichtung erhalten.

Von Ute Lawrenz

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