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Imker der Region Göttingen trotz schlechter Situation zufrieden

Glück im Unglück Imker der Region Göttingen trotz schlechter Situation zufrieden

Das Bienenjahr ist für viele Imker in der Region positiv verlaufen. Das meint Uwe Dzeia, Erster Vorsitzender des Göttinger Imkervereins. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt ein Blick nach Niedersachsen: Das Bieneninstitut Celle rechnet mit eher unterdurchschnittlichen Honigerträgen.

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Quelle: Steffen/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Als Gründe dafür nennt das Institut ein trockenes und kühles Frühjahr sowie die anhaltende Belastung durch die Varroa-Milbe. Mit diesen Problemen haben natürlich auch Bienen aus der Region zu kämpfen. Zudem hatten Imker erst im Frühjahr geklagt, dass rund ein Drittel der Völker den Winter nicht überstanden hätten. Dennoch zeigte sich Dzeia vorläufig zufrieden: „Es war eigentlich ein gutes Bienenjahr, obwohl es spät begonnen hat.“

Aber gerade dieser Umstand habe die Völker zu Beginn der Trachtzeit stärker gemacht, da die Königinnen mehr Eier legen, wenn es wärmer ist und die Tage länger werden. So gab es vor Beginn der später eingesetzten Blühzeit mehr Bienen als sonst. „Wir hatten zwar nachts noch leichten Frost, aber tagsüber dafür gutes Flugwetter.“ Über den genauen Honigertrag werden sich die Vereinsmitglieder im August austauschen. Bislang habe Dzeia von anderen Imkern aber positive Rückmeldungen bekommen.

Eine weitere erfreuliche Entwicklung ist die steigende Zahl der Nachwuchsimker. Allein der Imkerverein Göttingen verzeichnete 60 Neumitglieder in drei Jahren. Auch das Jungimkerseminar sei mit mehr als 100 Teilnehmern sehr gut angenommen worden. „Diese Tendenz hat sich in Niedersachsen durchgesetzt“, lobt Dzeia. Hier gab es im Jahr 2014 nach Angaben von Agrarminister Christian Meyer (Grüne) rund 3800 neue Imker, die eine Landesprämie beantragt haben.

Niedersachsen zahlt ihnen pro Bienenvolk 50 Euro – denn in Deutschland und der Welt steht die Biene nach wie vor unter erheblichem Druck. Neben der Varroamilbe wird auch der Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel für das Bienensterben verantwortlich gemacht. Erst vor Kurzem trat eine Eilverordnung von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) in Kraft, die Handel und Aussaat von mit Neonikotinoiden belastetem Saatgut verbietet.

jro

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