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Immense finanzielle Auswirkungen für Bürger

Nach der Flut Immense finanzielle Auswirkungen für Bürger

Die Ortsbürgermeister der Gemeinde Friedland haben sich in einem Brief an Bundestags-, Landtags-, und Lokalpolitiker zum Thema Hochwasserfolgen in der Gemeinde Friedland gewandt. Darin bitten sie um Unterstützung für vom Hochwasser betroffene Bürger der Gemeinde.

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In Niedernjesa packen selbst die Kleinsten mit an, um die Folgen der Flut zu beseitigen.

Quelle: Heller

Friedland. „In der Nacht vom 16. auf den 17. August 2015 wurden unsere Dörfer durch die Folgen eines lokalen Starkregens in einer bisher nicht bekannten Dimension von Wassermassen und Schlamm überflutet“, heißt es in dem Brief der Ortsbürgermeister. Zwar konnten „dank des unermüdlichen Einsatzes vieler Helferinnen und Helfer“ die „gröbsten Schäden inzwischen beseitigt werden“. Doch für viele Haushalte seien die finanziellen Folgen nicht aus eigener Kraft zu bewältigen.

„Sehr heftig“ seien die Regenfälle und deren Auswirkungen gewesen, sagt Bernd Magerkurth. Nicht nur zahlreiche Keller seinen überflutet worden, erklärt der Ortsbürgermeister von Reiffenhausen. Die Mauer, die den Bachlauf im Ort umgibt, ist an manchen Stellen eingebrochen. Auch die Feldmark sei „stark ausgespühlt“. Zurzeit hätten die Betroffenen noch „keine Vorstellungen von den Kosten“ der Instandsetzungsarbeiten.

Auch Hans-Hermann Miest berichtet von vollgelaufenen Kellern. Die Ortsbürgermeister der Gemeinde Friedland hätten sich zusammengeschlossen, um „sich solidarisch zu zeigen“, sagt der Ortsbürgermeister von Klein Schneen. Die betroffenen Bürger hätten oft finanzielle Probleme wegen der Reparaturen und Instandsetzungen, so Miest. Es gebe keine Elementarversicherungen gegen Hochwasser – oder eben nur zu schlechten Konditionen.

Ortsbürgermeister Lothar Zeuner hat unter anderem von einem Haushalt in Groß Schneen gehört, der „einen Schaden von 40 000 Euro zu verzeichnen hat“. Der plötzlich und stark einsetzende Regen sei unglaublich heftig gewesen. Haushalte im Mitteldorf und die Sporthalle, in der zu dem Zeitpunkt noch Flüchtlinge untergebracht waren, waren besonders stark betroffen. „Nun schauen wir, was der Einzelne machen kann“, sagt Zeuner, „finanziell und auch baulich.“

Bei Hochwasser an der Elbe und der Oder würden Betroffene oft mit Spenden unterstützt, sagt Magerkurth. Kleine Gemeinden in der Region hingegen würden in Bezug auf die Unterstützung bei Hochwasserschäden nicht beachtet. Dabei würden auch „keine Summen in sechsstelligen Höhen erwartet“, sagt der Ortsbürgermeister.

Wenn Betroffene die Bürgermeister um Hilfe bitten, „können wir keine verbindliche Antwort geben“, sagt Magerkurt. Um mehr Klarheit zu schaffen, hätten sie nun den Brief verfasst.

von Friedrich Schmidt

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