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Immer noch Gefahr für Kinder am Ortseingang

Unfallgefahr Immer noch Gefahr für Kinder am Ortseingang

„Mit dem Rettungshubschrauber musste ein siebenjähriges Mädchen in die Klinik geflogen werden, nachdem es bei einem Unfall schwer verletzt worden war...“: Diese Meldung aus Gladebeck ist nun fast zwei Jahre alt. An der Unfallstelle sei nichts verändert worden, klagen die Eltern aus dem Fliederweg. Heike Schart meint gar, die Lage habe sich verschlechtert. Seit die Bäckerei an der Ortsdurchfahrt eröffnet hat, sei die Sicht oft durch parkende Lkw versperrt. 

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Macht sich Sorgen um die Schulkinder: Heike Schart aus Gladebeck.

Quelle: Hinzmann

Schart zeigt Bilder, die sie mit dem Mobiltelefon gemacht hat. Mehrere Lastwagen stehen hintereinander auf der Straße direkt vor dem neuen Laden. Wer vom Fliederweg kommt und über die Straße gehen will, könne die herankommenden Autos nicht sehen, klagt Schart. Sie betont: Über die neue Einkaufsmöglichkeit seien alle Gladebecker glücklich. Ihr gehe es allein um die Gefahr für die Kinder. Auch die Eröffnung der Biogasanlage habe die Situation verschärft, ergänzt eine andere Mutter. Während der Saison donnerten täglich riesige Lastwagen durch das Dorf. Zwar fordere ein Schild Tempo 30 für Brummis. Doch erst, wenn diese längst an der Bushaltestelle vorbeigerauscht seien. Schon vor zwei Jahren hatten die Eltern um die Versetzung des Schildes in Richtung Ortsausgang gebeten. Noch immer steht es an der alten Stelle.

Tempo-Trichter

Heike Schart weiß: Die Gefahrensituation an der Hauptstraße soll im Rahmen der Dorferneuerung entschärft werden. Vorgeschlagen wird im Dorferneuerungsplan die Einrichtung eines Tempo-Trichters, durch den die Fahrzeuge am Ortseingang aus Richtung Harste von 70 auf 30 Stundenkilometer abgebremst werden. Unterstützend könnten hier dezente Baumpflanzungen in Verbindung mit einer Fahrbahnverschwenkung und eine optische Hervorhebung der Gefahrenbereiche durch Belagswechsel wirken, ist in dem Dorferneuerungsplan zu lesen. Doch Schart und anderen Eltern aus dem Fliederweg geht das alles nicht schnell genug.: „Der Unfall ist nun fast zwei Jahre her.“ Nun wollen sie nicht länger warten. Gladebecks Ortsbürgermeister Karl-Heinz Düwel hingegen betont, dass Zeit benötigt wird, bis die Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung umgesetzt werden können. Zuerst müsse der Ortsrat zustimmen, dann der Stadtrat. Für die Versetzung des Schildes an der Landesstraße sei das Niedersächsische Landesamt für Straßen, Bezirksstelle Goslar, zuständig.

                                                                                                                  Von Ute Lawrenz

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