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Immobilienmesse im „Kauf Park“ Göttingen

Frölich prangert Versäumnisse an Immobilienmesse im „Kauf Park“ Göttingen

Deutliche Worte fand Christian Frölich, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, zur Eröffnung der Immobilienmesse der Sparkasse Göttingen am Montagabend im „Kauf Park“. Besonders Kommunen sieht er in der Pflicht, schnell für günstigen Wohnraum zu sorgen.

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Schirmherr Christian Frölich (l.) teilt zur Eröffnung der Immobilienmesse im „Kauf Park“ kräftig aus.

Quelle: Riese

Göttingen. Der sich verschärfende Kampf um bezahlbaren Wohnraum sei ein klares Indiz dafür, dass das Thema Wohnungsbau in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden sei, betonte der Schirmherr der Messe.

„Göttingen sowie einige umliegende Kommunen und Städte haben es versäumt, Vorratsflächen in ihren Flächennutzungsplänen für den Wohnungsbau auszuweisen, und der Bund und die Länder haben es versäumt, Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen, um Investitionen in den sozialen Wohnungsbau attraktiv zu machen“, teilte Frölich aus.

Kommunen sieht er in der Pflicht, zügig kostengünstiges Bauland zur Verfügung zu stellen – und nahm dabei auch eine aktuelle Diskussion auf. „Persönlich stellt sich mir in Göttingen schon die Frage, ob Schrebergärten, die früher in der Randlage der Stadt lagen, heute in voll erschlossenen Lagen liegen müssen“, so Frölich. Es müsse erlaubt sein, auch unkonventionelle Lösungen zu diskutieren, „ohne dass man dafür gleich aus der Stadt gejagt wird und die Schrebergärten zu Kulturgütern von unschätzbarem Wert hochgeföhnt werden“.

Helmi Behbehani (SPD) wollte dies so nicht stehen lassen: „Es ist zu kurz gedacht, Kleingärten zuzubetonieren. Andere Städte beneiden uns um genau diese Inseln“, erwiderte die Göttinger Bürgermeisterin. Vielmehr seien vor allem in den Göttinger Ortsteilen neue Baugebiete nötig. Landrat Bernhard Reuter (SPD) versuchte Frölich ebenfalls zu ermutigen, zumindest einige seiner Kritikpunkte zu überdenken.
 

„Bezahlbarer Wohnraum ist und bleibt eine wichtige Voraussetzung für ein lebendiges Göttingen“, resümierte Sparkassenvorstand Rainer Hald. Der Immobilienknappheit könne nur durch das Revitalisieren der Altbestände sowie durch neue Baugebiete entgegengewirkt werden. Einfamilien- und Reihenhäuser sollten seiner Ansicht nach dabei eine besondere Rolle spielen, denn hier bestehe in Göttingen ein besonderer Bedarf.   

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