Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
In Göttingen haben sich Hotspots entwickelt

Pokémon Go In Göttingen haben sich Hotspots entwickelt

Auch wenn es etwas ruhiger geworden ist: Der Pokémon Go-Hype geht weiter, und auch in Göttingen kristallisieren sich die ersten Hotspots heraus. Damit sind nicht alle glücklich. Denn besonders die sogenannten Pokéstops sind für die Spieler essentiell.

Voriger Artikel
Blick in 400 Millionen Jahre Erdgeschichte
Nächster Artikel
Göttinger Exil findet neue Räume im Iduna-Zentrum

Pokémon Go-Spieler im Cheltehampark.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Die richtige virtuelle Ausstattung vorausgesetzt, locken die Punkte Pokémon an – in der Umgebung können die Spieler besonders viele der kleinen Monster fangen. Und weil die Pokéstops unregelmäßig im Stadtgebiet verteilt sind, haben sich regelrechte Brennpunkte entwickelt.

Einer davon ist in der Kurzen Straße: Regelmäßig lungern hier dutzende Spieler rum, denn hier überschneiden sich mehrere der Pokéstops. Für angrenzende Gastronomen bedeutet das tatsächlich „ein paar mehr Gäste“, wie eine Wirtin erzählt. Zugleich schränkt sie ein: Natürlich ist das schön, aber oft seien diese eben mehr am Spiel interessiert – und reagierten teilweise genervt, wenn man sie zu einer Getränkebestellung auffordert.

Happening mit Bier und Campingstuhl

Wenn man den Spielern Glauben schenkt, liegt „der Dauerbrenner“ unter den Pokéstops, wie Tom Schmidt es ausdrückt, ohnehin woanders: Auf dem ehemaligen Bartholomäus-Friedhof überlagern sich vier Pokéstops. Das Fangen der Monster mit dem Smartphone hat sich hier zu einem regelrechten Happening entwickelt – Bier, Luftmatratzen und Campingstühle inklusive. „Hier fängt man gerne mal was Seltenes“, erklärt Spieler Andrè Hinze.

Weitere Hotspots sind beispielsweise am Nabel in der Fußgängerzone und auf den Schillerwiesen entstanden: Gerade bei letztgenannten gebe es zwar nicht so viele Pokéstops, aber „da oben ist man halt auch in einer echt schönen Gegend“, sagt Philipp Dettmer. Und letzendlich sei der tiefere Sinn des Spiels ja auch, dass man „ein wenig raus und rum kommt“, findet er.

Scheinbar uneinnehmbar

Das würden die eher wettkampforientierten Spieler wohl bestreiten: Für sie sind die sogenannten Arenen zentral, dort können die Teams ihre Pokémon gegen die von anderen Spielern stationierten Pokémon antreten lassen – die Gewinner übernehmen die Kontrolle über die Arena. Wenn sie diese lange genug verteidigen, werden sie mit Bonuspunkten belohnt. Besonders die Arena am Campus „wechselt schneller die Besitzer als man gucken kann“, erzählt Schmidt.

Andere Arenen scheinen hingegen unbesiegbar: An der Reinhäuser Straße liegt eine, bei der im Facebook manche Spieler blödeln, ein Mitarbeiter des nahegelegenen Imbisses spiele auch Pokémon Go – und könne die Arena dank seiner ständigen Anwesenheit immer wieder zurückerobern.

Von Christoph Höland

Pokémon Go

Das sogenannte „Augmented Reality“-Spiel „Pokémo Go“ hat dank des Smartphones die halbe Welt in eine Spielfläche verwandelt: Die richtige App vorausgesetzt, können Spieler überall Pokémons fangen und sie in Arenen gegeneinander antreten lassen.

Weil dabei das Smartphone den Spielern viel Aufmerksamkeit abverlangt, warnt der Entwickler allerdings, die Umgebung während des Spielens im Blick zu behalten. Von problematischen Vorfällen ist in Göttingen aber weder der Stadtverwaltung noch der Polizei bislang etwas bekannt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel