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In Göttingen werden 22 000 Baumwolltaschen verteilt

Kleine Tasche – große Wirkung In Göttingen werden 22 000 Baumwolltaschen verteilt

Mit einer großen Taschenaktion wollen knapp 70 Göttinger Einzelhändler und die Universität Plastiktüten aus der Stadt verbannen. Unter dem Slogan „Ich nehme es in die Hand“ verteilen sie ab kommender Woche 22 000 Baumwolltaschen an Kunden und Studenten.

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Frederike Breyer mit der Stofftasche.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Am Sonnabend in einer Woche soll die Aktion starten, federführend organisiert von der Pro City GmbH Göttingen.

Den ganzen November über werden die beteiligten Händler grüne Baumwolltaschen mit dem Aktionslogo und teilweise mit eigener Werbung an ihre Kunden ausgeben – statt Plastiktüten. Die eigentliche Idee der „kleinen Tasche mit großer Wirkung“ aber ist eine andere, sagt Pro-City-Managerin Frederike Breyer: Die Kunden sollen für ihre Einkäufe möglichst Taschen mitbringen und ganz auf einen Händlerbeutel verzichten.

Tun sie das, wollen die Händler während der Aktionszeit für jede zurückgewiesene Tüte Geld in ein Sparschwein an der Kasse stecken. Das Geld wollen sie anschließend der Göttinger Umweltinitiative „plant for the planet“ spenden. Die Initiative pflanzt seit Jahren immer wieder neue Bäume in Südniedersachsen.

Die Idee zu der Aktion hatte ursprünglich Ulrike Beisiegel. Schon lange setzt sich die Präsidentin der Göttinger Georg-August-Universität für eine plastiktütenfreies Stadt ein und wirbt zugleich für weitere Aktivitäten - auch an der Uni – die die Umwelt aktiv zu schützen.

Die Universität wird die Baumwolltaschen bereits am kommenden Montag während einer Immatrikulationsfeier an alle Erstsemester verteilen, bestätigt ihr Sprecher Romas Bielke. Unterstützt wird die Kampagne von weiteren Sponsoren, darunter das Göttinger Tageblatt.

Zum eigentlichen Auftakt am Sonnabend, 31. Oktober, werden Pro-City, Universität und die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) laut Breyer ab 10 Uhr am Kornmarkt für nachhaltige Tragetaschen und weniger Plastiktüten werben. Nach Angaben der GEB ist Deutschland schon auf einem guten Weg, weniger Plastikmüll zu produzieren und in den Müll zu werfen.

Im Jahr verbraucht jeder Bundesbürger durchschnittlich 70 Plastiktüten, EU-weit wird der Durchschnittsverbrauch auf 200 Tüten geschätzt. us

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