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Männliche Blüten für die Pfanne

Göttinger Kleingärtner Männliche Blüten für die Pfanne

In den Göttinger Gärten wächst und sprießt das Grün. Wer eigenes Gemüse anbaut, kann jetzt ordentlich ernten: Zucchini und Co. sind bereit, gepflückt zu werden. Dieter Grieb geht als Kleingärtner und Fachberater auf Streiftour durch seine Kolonie.

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Reif zum Ernten.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Zucchini wachsen als typisches Sommergemüse gerade in fast allen Parzellen des Kleingärtnervereins Geismar und sind erntereif. Weil die Zucchini oft in größeren Mengen verarbeitet werden müssen, hilft der Weg in die Gefriertruhe. „Kerne auskratzen, schnippeln und einfrieren“, rät Grieb. Dann blieben sie knackig frisch.

Schmackhafte Gemüse-Blüten

Auch die Blüten des Gemüses seien sehr schmackhaft: In Bierteig gewendet und in der Pfanne knusprig gebraten seien sie eine Gaumenfreude, sagt Grieb. Dazu sollten aber nur die männlichen Blüten verarbeitet werden, weil sie keine Früchte tragen. Sie lassen sich laut Grieb an ihrem langen Stil vor der Blüte erkennen.

In den Göttinger Gärten wächst und sprießt das Grün. Wer eigenes Gemüse anbaut, kann jetzt ordentlich ernten: Zucchini und Co. sind bereit, gepflückt zu werden.

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In die Salatschüssel oder den Kochtopf kommen zurzeit auch Erbsen, Kohlrabi, Gurken und natürlich Salatköpfe. Außerdem sind die Bohnen gerade pflückreif. Auch viele Beeren müssen jetzt von den Sträuchern, das gilt vor allem für Johannis- und Stachelbeeren.

Erste Kartoffeln können geerntet werden

Erste Kartoffeln könnten ebenfalls bereits geerntet werden. Wer sie allerdings einkellern will, braucht laut Grieb noch Geduld: Erst wenn das Kraut gelb wird und umfällt, sollten die Erdäpfel ausgegraben werden. Die Tomaten bräuchten noch etwas Zeit. Gleiches gilt für Weiß- und Rotkohl: „Das Kraut setzt gerade an“, beobachtet Grieb. Erste Kürbisse glänzen bereits gold-gelb in der Sonne.

Beim Gemüseanbau gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Hochbeete seien gerade Trend, erklärt Grieb. Dadurch können die Gärten auch schnell umgestaltet werden, weil ein Hochbeet in seinem Holzverschlag versetzt werden kann. Nicht alles, was in den Beeten wächst, steht auf des Gärtners Wunschliste oder Speisekarte. Es wächst auch jede Menge Unkraut, wobei sich einiges auf dem zweiten Blick als nützlich erweisen kann.

Aus Brennesseln Tee oder Dünger machen

Die Brennessel lässt sich unter anderem zu Tee oder natürlichem Dünger verarbeiten. Wer Brennnesseln in einem Eimer mit Wasser übergießt und die Mixtur zwei bis drei Tage stehen lässt, erhält einen gehaltvollen Dünger. Damit die Pflanzen nicht verbrennen, muss der düngende Sud vor dem Gießen mit Wasser verdünnt werden. „Die Brennnesseln dürfen aber noch nicht blühen, denn dann steckt die Kraft in der Blüte“, sagt Grieb. Wem das zu lange dauert, kann die Nesseln auch mit kochendem Wasser übergießen. Dann ist der natürliche Dünger bereits nach 24 Stunden fertig. Bildergalerie: gturl.de/kleingarten

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