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In Göttinger Kitas wird Dienstag gestreikt

Tarifstreit In Göttinger Kitas wird Dienstag gestreikt

Der Tarifstreit um bessere Arbeitsbedingungen in kommunalen Kindergärten spitzt sich in Göttingen zu: Die Stadtverwaltung droht streikbereiten Beschäftigten offenbar mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen.

Und sie hat eine Urabstimmung zur Streikbereitschaft in städtischen Räumen verboten. Inzwischen zeichnet sich aber ab, dass viele Einrichtungen in dieser Region am Dienstag geschlossen bleiben. 

Es geht um Geld, aber noch viel mehr um die Arbeitsbedingungen in Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen. Die Beschäftigten in so genannten Sozial- und Erziehungsdiensten fordern einen besseren Gesundheitsschutz, um körperlichen und psychischen Belastungen entgegen zu wirken. Vergangene Woche hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi bereits etwa 100 Beschäftigte aus dem Raum Göttingen an einem Warnstreik beteiligt. In einer bundesweiten Abstimmung haben sich gestern 89 Prozent für längere Streiks ausgesprochen.

Das will die Stadtverwaltung als Arbeitgeber offenbar verhindern „und setzt ihre Beschäftigten unzulässig und massiv unter Druck“, beklagt Horst Roth, stellvertretender Verdi-Geschäftsführer. In einem Rundschreiben habe Personaldezernent Hans-Peter Suermann Streikenden mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht. Begründet werde dies mit „unzulässigen Streikzielen“. „Natürlich hat Verdi die Rechtmäßigkeit des laufenden Arbeitskampfes geprüft“, kontert Roth und fügt an: „Streikrecht ist Grundrecht.“

Über den geplanten Streik seien die Eltern in mehrsprachigen Handzetteln informiert, ergänzt Verdi-Sprecher Lothar Richter. Bei Unterbringungsproblemen für ihr Kind könnten Eltern aus geschlossenen Einrichtungen über die Telefon-Hotline 01802/220055 Hilfe bekommen. 

Von Ulrich Schubert

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