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In Grone eröffnet die erste Halle der Region

Lasertag In Grone eröffnet die erste Halle der Region

Kommenden Freitag eröffnet in Grone die erste Lasertag-Halle der Region. Während letzte Arbeiten in der fast fertigen Anlage verrichtet werden, hat sich Tageblatt-Reporter Benjamin Köster schon mal den „Phaser“ umgeschnallt und die Trendsportart ausprobiert.

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Testspiel zur Eröffnung in der neuen Lasertaghalle in Grone.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Nebel wabert durch die dunklen Gänge des Labyrinthes, die nur spärlich von Schwarzlicht und Neonfarben beleuchtet sind. Hinter einer dieser Ecken hat sich doch gerade ein Mitspieler versteckt. Oder?

Die verzweigten Gänge spielen der Orientierung Streiche und die Schritte, die man hört, könnten von überall kommen. Und dann geht alles ganz schnell: Ein grüner Laserstrahl zerreißt den Nebel, die Weste vibriert, es gibt ein Tonsignal. Ich bin getroffen. Mal wieder. Lasertag liegt im Trend. Man spielt entweder in Teams oder für sich und versucht mit seinem Phaser, der Laserstrahlen verschießt, die Gegner zu treffen.

Jeder Spieler hat dabei eine Weste mit mehreren Sensoren an - trifft man an diese Sensoren, erhält man einen Punkt. Die Sportart kommt aus den USA und etabliert sich langsam auch in Deutschland. Am Wochenende eröffnet nun also die erste dieser Hallen in Südniedersachsen. Die Macher um Alexander Hildebrand arbeiten seit Wochen fast rund um die Uhr an dem knapp 600 Quadratmeter großen Areal. „Wir haben jetzt richtig Bock auf die Eröffnung“, meint Hildebrand.

Verständlich, denn Lasertag macht ungeheuren Spaß. Auch wenn man wie der Reporter meistens das Nachsehen hat. Wird man getroffen, geht man kurz in Deckung und dann sofort wieder auf die Pirsch. Lasertag ist spannend, man könnte meinen, dass es den Jagdinstinkt weckt. Vielleicht ist das der Grund, der die Richter des Würzburger Verwaltungsgerichtes in der vergangenen Woche dazu bewog, der örtlichen Lasertag-Halle eine Altersbegrenzung ab 16 Jahren aufzuerlegen.

Das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, wäre bundesweit einzigartig. Was in der Theorie einleuchtend klingen mag, wirkt seltsam, wenn man durch die verwinkelten Gänge rennt. Klar, der Phaser in meiner Hand kann schießen. Sieht aber trotzdem weder gefährlich aus, noch wie eine Waffe.

Und comicartige Graffitis an den Wänden sorgen eher für ein Weltraum-Feeling als für Kriegsgefühle. Im Testspiel gegen die Mitarbeiter hat es letztendlich zu einem respektablen sechsten Platz gereicht. Und für mich steht fest: Das hier hat mehr mit Völkerball und Fangenspielen als mit Gewalt zu tun.

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