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In Kitas und in Sozialdiensten in Göttingen wird weiter gestreikt

Ab Montag In Kitas und in Sozialdiensten in Göttingen wird weiter gestreikt

Die Vorbereitungen sind getroffen: Nach einer kurzen Verschnaufpause an diesem Wochenende wollen die Erzieher in kommunalen Kindergärten und die Beschäftigten in den staatlichen Sozialdiensten am Montag weiter streiken.

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Protestaktion vor dem Neuen Rathaus am Freitag.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass nahezu alle städtischen Kitas in Göttingen und viele Einrichtungen in den umliegenden Gemeinden die ganze kommende Woche geschlossen bleiben.

Auch der allgemeine Sozialdienst und die Familienhilfe sind von der größten Streikaktion der Beschäftigten in Kitas und in den sozialen Diensten betroffen.

Am Freitag waren allein in Südniedersachsen mehr als 200 Sozialarbeiter und Erzieherinnen in einen unbefristeten Streik getreten - viele von ihnen beteiligten sich an einer Demonstration vor dem Neuen Rathaus in Göttingen. Bundesweit waren etwa 20 000 Beschäftigte auf die Straße gegangen.

"Eine so hohe Beteiligungsquote hat es bei vorangegangenen Arbeitskämpfen in diesem Bereich noch nie gegeben", bilanzierte die Göttinger Gewerschaftssekretärin Frederike Güler nach dem ersten Streiktag am Beginn der vorerst unbefristeten Arbeitsniederlegung.

Die Erzieher und Sozialarbeiter kämpfen um eine größere Anerkennung und Wertschätzung ihre Berufe, unter anderem durch höhere Eingruppierungen und im Durchschnitt 10 Prozent mehr Gehalt. Die Verhandlungsführer der Kreise, Städte und Gemeinden als Träger der Sozialeinrichtungen lehnen drastische Gehaltserhöhungen ab.

Unterstützt werden die Kita-Erzieherinnen auch von Eltern. In Göttingen haben Elternvertreter weitere Aktionen für die kommende Woche angekündigt und organisieren eine private Ersatzbetreuung ihrer Kinder. Parallel läuft eine Unterschriftenaktion in vielen Kindergärten.

 Für Notfälle im Bereich der sozialen Dienste, wenn zum Beispiel Kinder in ihrem Wohnumfeld misshandelt werden oder zu verwahrlosen drohen, haben der Landkreis Göttingen und die Gewerkschaften einen Notdienst eingerichtet:

Die Beratungsstelle bei Kindeswohlgefährdung des Landkreises Göttingen ist unter Telefon 0551/525-169 erreichbar, die Außenstelle in  Duderstadt unter Telefon  05527/8467-14 und  in Hann. münden unter Telefon 05541/99914-70 .

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Von Redakteur Ulrich Schubert

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