Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Betreiber neuer Unterkünfte informieren

Flüchtlinge Betreiber neuer Unterkünfte informieren

In Kürze werden in Grone auf der Siekhöhe und an der Gustav-Bielefeld-Straße zwei neue Flüchtlingsunterkünfte bezogen. Beim "Runden Tisch Grone" haben die Betreiber den Bürgern am Dienstagabend Rede und Antwort gestanden und um Unterstützung geworben.

Voriger Artikel
"Wir haben keinen Platz mehr"
Nächster Artikel
Theaterschule Lilienthal in Göttingen
Quelle: Pförtner

Grone. „Wir müssen uns frühzeitig mit dem Thema Integration beschäftigen, auch wenn vielleicht nicht alle hierbleiben“, forderte Frank Beckmann vom Deutschen Roten Kreuz, das die Unterkunft auf der Siekhöhe betreiben wird. Wegen der Dauer des Asylverfahrens würden die Flüchtlinge mindestens 12 bis 18 Monate bleiben, erklärte Arnold von Zepelin von den Johannitern, zuständig für die neue Unterkunft an der Gustav-Bielefeld-Straße.

Menschen schnellstmöglich integrieren

„Das sind die neuen Mitbürger“, so von Zepelin. Die Menschen sollten daher möglichst schnell ins Gemeindeleben integriert werden, pflichtete Beckmann bei: „Sprache ist das A und O – damit sich die Leute vom ersten  Tag an verständigen können.“

Dafür benötige man aber auch ehrenamtliche Unterstützung, betonte Beckmann. Auch von Zepelin wirbt um ehrenamtliche Hilfe aus der Bevölkerung: „Das kann alles mögliche sein: Sprachkurse, aber auch Koch- oder Theaterkurse.“

Mit Mythen aufgeräumt

Die wenigen skeptischen Fragen zum Beispiel nach der Gefahr durch Krankheitsübertragungen bot den beiden Experten die Gelegenheit, mit Mythen aufzuräumen. „Nach der Erstaufnahme haben die Geflüchteten oftmals einen besseren Impfstatus als mancher Deutscher“, sagte Beckmann. „Die Leute müssten manchmal eher Angst vor uns haben, was das angeht.

Schließlich hatte das Werben um Unterstützung Erfolg: Die Caritas will Sprachkurse anbieten, das Otto-Hahn-Gymnasium Sportkurse und Hausaufgabenhilfe. Auch für die Ehrenamtlichen selbst könne die Arbeit eine große Befriedigung darstellen, erklärte Beckmann.

„Wenn man im Winter Kinder in kurzen Hosen aus dem Bus steigen sieht und die dann nach wenigen Tagen ganz normal spielen und lachen – dann hat man einiges richtig gemacht.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016