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Informationsmesse für Häftlinge und Sicherheitsverwahrte in Rosdorf

„Keine Chance auf ordentliche Wohnung“ Informationsmesse für Häftlinge und Sicherheitsverwahrte in Rosdorf

Was tun nach der Entlassung? Diese Frage stellen sich viele Strafgefangene und Sicherungsverwahrte in der JVA Rosdorf. Um Antworten und Hilfe zu geben, gab es am Freitag eine Informationsmesse für die Insassen.

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Julia König und Felix Borck (Mitte l. und r.) beraten.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. Ziel der Messe sei es, Gefangene und Sicherungsverwahrte bereits während des Vollzuges mit Angeboten vertraut zu machen, die sie auf ihrem Weg in ein Leben in sozialer Verantwortung und ohne Straftaten unterstützen können, erläutert Organisatorin und Entlassungskoordinatorin Sabine Zeymar. Etwa 20 Institutionen präsentierten ihre Hilfsangebote.

Darunter auch die frühere Bewährungshilfe, die ihre Angebote ausgeweitet hat und jetzt „Ambulanter Justiz-Sozialdienst Niedersachsen“ heißt. Der Dienst gebe beispielsweise Hilfe bei Behördengängen und überwache die Einhaltung von Bewährungsauflagen, sagt Mitarbeiter Felix Borck. Viele Fragen habe es bei der Messe gegeben, meint Kollegin Julia König – beispielsweise, wie rigoros das Leben nach der Entlassung durch die Führungshilfe überwacht werde. Nicht bis zum Ins-Bett-Gehen, erklärt König.

Weitere Stände gab es von der Bundesagentur für Arbeit, dem Jugendamt des Landkreises, dem Diakonieverband, vom Verein Betreutes Wohnen – Neue Chance, von der Fachstelle Sucht und Suchtprävention, der Drogenberatung Drobz und anderen Beratungs- und Betreuungsorganisationen.

Ein Häftling suchte sich Rat, wie er nach seiner Entlassung in fünf Monaten an eine Unterkunft kommt: „Als ehemaliger JVA-Insasse hat man keine Chance auf eine ordentliche Wohnung.“ Jetzt hat er eine Aussicht wenigstens auf ein möbliertes Zimmer. „Das hilft schon mal weiter“, meint der Häftling. „Sehr hilfreich“ sei die Messe gewesen.

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