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Infos über „Grenzsperranlagen“ in Vogelsang

Hurkut-Verein und Ortsräte stiften Tafeln Infos über „Grenzsperranlagen“ in Vogelsang

Wie hat es bis vor 26 Jahren an der innerdeutschen Grenze ausgesehen? Wie waren Zäune, Minenfelder und Wachtürme angeordnet? Antworten auf diese Fragen geben drei neue Info-Tafeln am ehemaligen Grenzverlauf der Gemeinde Gleichen. 2200 Euro hat der Heimat- und Kulturverein dafür investiert.

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Hurkut-Mitglieder und Ortsräte montieren die Tafel bei Vogelsang.

Quelle: Hinzmann

Vogelsang. „Wir müssen die Erinnerung daran wach halten, auch als Warnung“, sagt Horst Fädrich, früherer Vorsitzender und Initiator des Projektes. Dafür sei es wichtig, dass nachfolgende Generationen „überhaupt nachvollziehen können, wie es an der Grenze ausgesehen hat“, ergänzt seine Nachfolgerin Ursula Köwing. Beide haben die Grenze und das Leid auf beiden Seiten erlebt, so manches Mal am Zaun der „Grenzsperranlagen“ gestanden.

Und die waren gewaltig – auch in der beschaulichen, ländlichen Region zwischen Gleichen im Kreis Göttingen und dem heutigen Eichsfeldkreis in Thüringen: ein breiter, gerodeter kahler Streifen, auffällige hohe Grenzsäulen, ein 1,80 Meter hoher Metallgitterzaun, Kfz-Sperrgraben, Kontrollstreifen, Lichtsperren, Kolonnenweg, Bunker, Hundelaufanlage und in sichtbaren Abständen Beobachtungstürme.

Auf den neuen Info-Tafeln wird das genau beschrieben, eingerahmt von einer mahnenden Stacheldraht-Linie. Auch der Verlauf der Grenze an genau dieser Stelle ist nachvollziehbar. Die Tafeln stehen seit vergangener Woche an den ehemaligen Grenzpunkten bei Bischhausen, Ischenrode und Bremke-Vogelsang  (Hofeinfahrt Lax).

2200 Euro habe der Hurkut-Verein für die stabilen Tafeln und ihre Stützen ausgegeben, sagt Fädrich. Die Ortsräte hätten das Material besorgt und die Stützen aus Holz in Eigenleistung  aufgestellt. Die Aufbauskizze der „DDR-Grenzsperranlage“ für die Infotafel mit Bild und Legende habe der Zoll geliefert.

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