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Infotelefon für Flüchtlinge von Stadt und Landkreis Göttingen

Engagement bündeln und weitervermitteln Infotelefon für Flüchtlinge von Stadt und Landkreis Göttingen

Die Stadt und der Landkreis Göttingen haben eine gemeinsame Internetseite und ein Infotelefon für die Flüchtlingshilfe eingerichtet. Zehn ehemalige Verwaltungsmitarbeiter bedienen seit Dezember ehrenamtlich das Telefon und beantworten E-Mail-Anfragen. Hauptamtlich ist Alena Koch am Hörer.

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Göttingen. „Der Sinn und Zweck der Homepage ist es, gebündelt Informationen bereitzustellen und die Möglichkeit zu bieten, sich spontan in der Flüchtlingshilfe zu engagieren“, sagt Joachim Sterr von der Stadt Göttingen.

Die „spontane Zeitspende“ stehe im Mittelpunkt. Helfer können sich ein Profil anlegen, auf dem sie ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die registrierten Organisationen und Initiativen können, wenn sie Helfer benötigen, einen Aufruf starten. „Außerdem können Organisationen wie bei einer Jobbörse nach Ehrenamtlichen suchen“, sagt Jessica Otte vom Landkreis Göttingen. Zudem können Spendenbedarfslisten und Veranstaltungen online gestellt werden.

„Für die Stadt war es wichtig, die Anrufe, die in den einzelnen Abteilungen eingegangen sind, zu bündeln und zu kanalisieren“, sagt Sterr. Die ehemaligen Mitarbeiter kennen sich in der Verwaltung aus. So kann schnell auf Anfragen reagiert und die richtige Lösung für das jeweilige Anliegen gefunden werden. „Ich hatte schon länger überlegt, in der Flüchtlingshilfe tätig zu werden, da kam die Anfrage der Stadt genau richtig:

Ich kenne mich hier aus, es ist zeitlich überschaubar und ich tue etwas Gutes“, sagt Gerhard Malsch, einer ehemaligen Verwaltungsmitarbeiter. Sein Kollege Uwe Solsbacher stimmt ihm zu: „Wir können schnell und unbürokratisch helfen. Das macht man doch gerne.“ Die Bürger spendeten nicht nur, sie böten auch viel menschliche Hilfe an.

„Zu Weihnachten kamen viele Anfragen, ob Familien eine Flüchtlingsfamilie zum Essen einladen könnten. Da konnten wir gut weitervermitteln“, sagt Otte.

Zu den ersten Helfern gehörte auch der Ex-Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, der sich nun hauptsächlich in der Flüchtlingsunterkunft im Moritz-Jahn-Haus in Geismar engagiert.

Die Webseite der Flüchtlingshilfe der Stadt Göttingen ist im Internet unter fluechtlingshilfe-goettingen.de zu finden. Das Infotelefon der Stadt ist unter 05 51 / 4 00 50 00 zu erreichen, das des Landkreises unter 05 51 / 5 25 91 55. Erreichbar sind die Infotelefone montags bis donnerstags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr.

Von Kira Gilster

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