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Innovationen ins Hinterland bringen

Kreis-SNIC Innovationen ins Hinterland bringen

Ideen aus der Wissenschaft zu nutzen, ist das Ziel des Südniedersachsen InnovationsCampus (SNIC). Göttingens Erste Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne) erhofft sich vom SNIC nicht nur Impulse für den Technologietransfer hin zu Unternehmen, sondern auch für die ländliche Entwicklung.

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Quelle: GT

Göttingen. „Ohne den Technologietransfer stoßen wir auf Grenzen. Die Gesellschaft steht vor so großen Herausforderungen, dass es ohne die Hochschulen gar nicht mehr geht“, sagte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić bei der Übergabe von Fördermitteln für die am SNIC beteiligten Hochschulen, darunter auch die Universität Göttingen. Der SNIC könne daher auch eine wichtige Rolle für die Regionalentwicklung bekommen.

Sehr lebenswerter Raum

Diese Chance sieht auch Christel Wemheuer. Folge man den Prognosen, dann sehe es 2030 im ländlichen Raum jenseits des Speckgürtels um Göttingen düster aus. „Was aber passiert, wenn die Strategie mit dem SNIC aufgeht?“ Dann könne sich der ländliche Raum als sehr lebenswerter Raum behaupten.

Für viele Bedarfe gebe es Bestellmöglichkeiten online, doch den Dorfladen gebe es weiterhin: als kleines Veranstaltungs- und Kommunikationszentrum mit Waren für den täglichen Bedarf  sowie Dienstleistungsangeboten. Kita und Schule sind in einem Dörfernetz verteilt, Mobilitätsanbieter schaffen eine gute Verbindung zwischen den Dörfern und den Zentren.

Wie man diesen Übergang hinbekommt, dafür braucht es Ideen. Zum einen dürften in der Arbeit des SNIC die kleinen Handwerksbetriebe in den Dörfern nicht ausgeblendet werden, um die vorhandenen Strukturen zu erhalten.

Keine Utopie

Zum anderen zeichnen sich bereits andere konkrete Fragestellungen ab. Etwa wie man den Naturraum rund um die Dörfer erhalten kann, wenn die landwirtschaftlichen Betriebe verschwinden: „Was, wenn der letzte Milchbauer weg ist?“ Oder die Schaffung gemeinschaftlich genutzter Werkräume. „Das ist keine Sozialromantik oder Utopie“, so Wemheuer. Dies lasse sich realisieren, indem die „innovative Kraft der Menschen in den Dörfern“ dafür gewonnen werde.

Was sich Wemheuer also durch den SNIC wünscht: die zu den dörflichen Fragestellungen passende Forschung für soziale Innovationen. Es gebe viele Förderinitiativen und Modellprojekte, doch sei immer die Frage, wie man diese verstetigt, wenn die Förderung ausläuft.

Vor allem seien auch die finanziellen Handlungsmöglichkeiten des Landkreises begrenzt. „Was können die Dörfer selbst entwickeln? Dafür brauchen wir wirtschaftlich tragfähige Ideen.“ Die Bioenergiedörfer seien Beispiele, was man erreichen könne.

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