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Insasse des Maßregelvollzugs Moringen nötigt Zwölfjährige

Nacktfotos ins Netz Insasse des Maßregelvollzugs Moringen nötigt Zwölfjährige

Ein Insasse des Landeskrankenhauses Moringen steht seit Dienstag vor dem Göttinger Landgericht. Er soll im Internet ein zwölfjähriges Mädchen dazu gebracht haben, ihm pornografische Fotos von sich zuzuschicken.

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Ein Insasse des Landeskrankenhauses Moringen steht seit Dienstag vor dem Göttinger Landgericht. Er soll im Internet ein zwölfjähriges Mädchen dazu gebracht haben, ihm pornografische Fotos von sich zuzuschicken.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Moringen. Ein Internet-Zugang war dem 41-Jährigen verboten: Der Mann sitzt seit 20 Jahren im Maßregelvollzug, unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Dennoch schmuggelte er einen USB-Stick mit Internet-Zugang in die Anstalt. Eigentlich, erklärte der Angeklagte im Gerichtssaal, habe er sich den Stick nur gekauft, um im Internet Zusatzelemente für ein Spiel herunterzuladen. Im April nahm er jedoch über Skype Kontakt zu einer zwölfjährigen Asiatin aus dem Raum Aachen auf.

Dabei gab er sich unter einem Falschnamen als 16-jähriger Jugendlicher aus Hannover aus. Der Wunsch nach einem ersten Nacktfoto wurde nach einigem hin und Her erfüllt, bestätigte der 41-Jährige zu Beginn der Verhandlung die Vorwürfe der Anklage.

Dann drängte er die Zwölfjährige, weitere Fotos, unter anderem mit detaillierter Darstellung ihrer Geschlechtsorgane, anzufertigen und ihm zu schicken. Sein Druckmittel: die Drohung, die bisher erhaltenen Bilder im Internet zu veröffentlichen. Nachdem das Mädchen ihm tatsächlich einige solche Bilder geschickt hatte, die Forderungen aber nicht aufhörten, ging die Zwölfjährige zur Polizei. Über den Internet-Anbieter und die Kontodaten kam die Polizei dem heute 41-Jährigen schnell auf die Spur.

Die Vorwürfe der Anklage räumte der 41-Jährige zu Beginn der Verhandlung ein. Allerdings habe er die Bilder nur haben wollen, um sie nachher bei anderen Insassen zu verkaufen oder zu tauschen. Die wiederholte Frage des Richters, ob er sie auch zum eigenen Vergnügen angefordert habe, ließ der Angeklagte unbeantwortet. Unter dem Fragedruck des Gerichts erklärte er immerhin, die Bilder seien „schön anzugucken“. Am Nachmittag sagte das Opfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus.

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