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Interkulturelles Zentrum Herzberg übernimmt Bibliothek

Esperanto-Bücher in Blindenschrift Interkulturelles Zentrum Herzberg übernimmt Bibliothek

Eine außergewöhnliche Bibliothek hat das Interkulturelle Zentrum Herzberg übernommen. Das Zentrum, wo Interessierte die Welthilfssprache Esperanto erlernen können, übernahm von Rob Moerbeek (79) aus dem niederländischen Rotterdam 150 Esperanto-Bücher in Blindenschrift.

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P. Silvar und Z. Korody.

Quelle: mic

Herzberg. Die Werke sind in 25 Umzugskartons im Harzer Land eingetroffen. Fast jedes der Bücher umfasst mehrere, großformatige Bände. Zusammen bringen sie 450 Kilogramm auf die Waage. „Sie lagern nun erst einmal in der ehemaligen Grundschule in Sieber“, berichtet der Herzberger Zentrumsleiter, Peter Zilvar (66). Künftig will der Verein sie öffentlich zugänglich machen. Ein Verzeichnis der Werke wird im Internet veröffentlicht. Einzelne Bände stehen bereits in der Herzberger Stadtbücherei. Dort lassen sich zudem einige 100 normal gedruckte Bücher auf Esperanto ausleihen.

Moerbeek, ein Lehrer und späterer Angestellter des Esperanto-Weltverbands, hat 1975 mit dem Katalogisieren entsprechender Werke begonnen. 1987 übernahm er die Bibliothek des 1929 gegründeten Niederländischen Esperanto-Blindenverbands. Die Ausleihe erfolgte nach telefonischer Anfrage.

Die Post transportierte die Sendungen kostenfrei. Nun musste sich Moerbeek von der Sammlung trennen, weil er ins Altersheim geht. In den Niederlanden fand er keine Institution, die die Werke übernehmen wollte. „Sie benötigen viel Platz“, schildert die Herzberger Esperanto-Lehrerin Zsofia Korody (59) die Herausforderung. Das Zentrum konnte das Problem mit Unterstützung durch die Verwaltung der Esperanto-Stadt Herzberg lösen.

mic

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