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Internet-Betrügereien: Gericht verurteilt Bodenfelder zu vier Jahren Jugendstrafe

35.000 Euro abgezockt Internet-Betrügereien: Gericht verurteilt Bodenfelder zu vier Jahren Jugendstrafe

Das Amtsgericht Northeim hat am Dienstag einen 21-jährigen Mann aus Bodenfelde, der bereits mehrfach wegen Betrügereien verurteilt wurde, zu vier Jahren Jugendstrafe verurteilt. Das Gericht befand ihn des gewerbsmäßigen Betruges in 44 Fällen, der Urkundenfälschung, des Diebstahls und der Unterschlagung für schuldig.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Northeim. Der 21-Jährige, der keinen Schulabschluss und keine Ausbildung hat, hatte auf der Internet-Plattform Ebay unter anderem Autoreifen und anderes Autozubehör zum Verkauf angeboten und von den Interessenten das Geld kassiert, ohne die Ware zu liefern. Insgesamt summiert sich der Schaden auf rund 35.000 Euro. Außerdem hatte er ein Auto gemietet und damit tausende von Kilometer zurückgelegt, ohne dafür zu zahlen.

Um seine betrügerischen Internet-Geschäfte abwickeln zu können, hatte er seine Großmutter und zwei Freunde dazu überredet, ihm ihr Konto zur Verfügung zu stellen. Diese hätten von den Betrügereien nicht gewusst, sagte der Richter.

Der 21-Jährige war erst vor einem Jahr wegen ähnlicher Betrugsdelikte zu einer Freiheitsstraße von zwei Jahren verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Später hatte er einen zweiwöchigen „Warnschussarrest“ aufgebrummt bekommen. Offenbar hatte er sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen, sondern weitere Betrügereien begangen.

Schon einmal aufgefallen

Nachdem er dem ursprünglich für September angesetzten Prozess einfach fern geblieben war, hatte ihn der Richter kurzzeitig in Haft nehmen lassen. Damals kam er nur unter Auflagen wieder auf freien Fuß. Als er auch zum nächsten Prozesstermin im Dezember nicht erschien,  erließ der Richter erneut einen Haftbefehl. Der Angeklagte wurde Anfang Januar in Süddeutschland festgenommen, seitdem sitzt er in Haft.

Vor zwei Jahren war er schon einmal mit einer anderen Betrugsmasche aufgefallen. Der 20-Jährige hatte Autofahrer abgezockt, die auf der A 7 liegen geblieben waren. Er hatte dafür einen Opel so präpariert, dass er dem Pannenfahrzeug eines Automobilclubs ähnelte. Der vermeintliche „gelbe Engel“ gab an, offiziell beauftragt zu sein, das liegengebliebene Fahrzeug abzusichern.

Angeblich um die Kosten der Versicherung in Rechnung stellen zu können, ließ er die Betroffenen ein von ihm erstelltes Formular ausfüllen. Den klein gedruckten Hinweis, dass für die vermeintliche Dienstleistung eine Aufwandspauschale zu zahlen sei, übersahen die meisten Autofahrer und unterschrieben das Formular. Später stellte er ihnen dann zwischen 150 und 250 Euro in Rechnung.

pid

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