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Investoren stellen Möbelhäuser-Projekt in Göttingen vor

XXXLutz und Poco Investoren stellen Möbelhäuser-Projekt in Göttingen vor

Mit einem Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro, bis zu 240 Arbeitsplätzen und einer Verkaufsfläche von rund 33000 Quadratmetern ist es eines der größten Bauvorhaben der Region: Über den Bau zweier neuer Möbelhäuser haben die Mitglieder des Bauausschusses am Donnerstag diskutiert.

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Eine erste Visualisierung: So oder ähnlich könnten die beiden neuen Möbelmärkte zwischen B3 und A7 aussehen.

Quelle: Kurth Immobilien/XXXLutz

Göttingen. Fragen über Fragen gibt es zu dem neuen Vorhaben. Deshalb standen nicht nur Vertreter der Firmengruppe XXXLutz, der Firma Poco und der Göttinger Kurth-Immobilien Frage und Antwort. Vorgestellt wurde auch ein Gutachten, erstellt von der Firma GMA.

Das Fazit Raimund Ellrotts von der GMA ist: „Durch die beiden neuen Möbelmärkte entsteht keine Beeinträchtigung des innenstädtischen Warenangebots, der zentrale Versorgungbereich wird nicht beeinträchtigt“. Das habe die rund 90 Seiten starke Wirkungsanalyse ergeben, in der die gesamte Region untersucht wurde.

Die Gutachter gehen davon aus, dass durch die Ansiedlung die Zentralität, und damit die Attraktivität Göttingens als Einkaufsstandort, deutlich erhöht werde. Einbußen allerdings sind für beispielsweise Northeim und Möbelhäuser außerhalb der Innenstadt zu erwarten.

Aber: „Verträglichkeit ist gewährleistet“, so die GMA. Der Göttinger Investor Hans-Rudolph Kurth erklärte, dass die Suche nach einem Möbelhaus für den Standort nunmehr seit 15 Jahren laufe. „Jetzt haben wir einen starken Partner gefunden“, sagte er. Das Grundstück sei ein idealer Standort.Auch, als der Kaufpark gebaut wurde, habe es  zunächst ähnliche Bedenken gegeben.

„Man muss das Ganze doch auch mal positiv sehen“, so Kurth. Zu dem Gegengutachten, das sechs Möbelhändler aus der Region in Auftrag gegeben haben, sagte er: „So darf man die Diskussion nicht führen. Wenn ein Autohändler neu bauen will, und die anderen Autohändler sagen nein, was dann?“

CDU und Grüne hatten jeweils einen Fragenkatalog aufgestellt. Die Grünen wollten unter anderem wissen, ob Fassadenbegrünung geplant sei. Robert Röpert, Expansionsleiter der XXXL-Group, erklärte, dass entweder Begrünung oder Fotovoltaik vorgesehen sei. Weitere Fragen drehten sich vor  allem um soziale Fragen zum Unternehmen XXXLutz.

Der Fragenkatalog der CDU behandelt auch Fragen zu Umsatzverteilungen nach den innenstadtrelevanten Randsortimenten – zehn Prozent der Verkaufsfläche in den Möbelhäusern sind dafür vorgesehen. Dafür, dass es so viel bleibt, werde er zwar kämpfen, sei bei der Größe aber durchaus gesprächsbereit, so Röpert.

Die Fraktionen wollen sich nun mit weitere Fragen beschäftigen. „Wir brauchen noch weiter Informationen“, so Hans-Otto Arnold (CDU). Ausschussvorsitzender Christian Henze (SPD) sagte, dass die Entscheidung verschoben werden soll, die GMA hätte so Gelegenheit, zum Gegengutachten Stellung zu nehmen. 

Der Stadtverband der Grünen hat sich am Freitag bereits gegen das Bauvorhaben ausgesprochen. „Die soziale und ökologische Kompetenz dieses XXXL-Einrichtungshauses ist als sehr fragwürdig zu beurteilen“,so Harald Wiedemann vom Grünen Stadtvorstand. Der Beschluss über das Vorhaben soll in einer späteren Sitzung fallen.

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