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JT-Aufsichtsrat fühlt sich nicht verantwortlich Unverantwortliche Aufpasser

Kommentar

Unverantwortliche Aufpasser

Heute, aus Jahren Distanz, muss man den SPD-Kommunalpolitiker und einstigen Geschäftsführer des Jungen Theaters, Horst Wattenberg, bewundern: Wie er vor der ersten Pleite des Hauses alles tat, dass die Schauspieler Lohn bekamen.

Schon zweimal in der Pleite: Junges Theater Göttingen, desssen Aufsichtsrat sich für nicht verantwortlich erklärt.

© Heller

Wie er Strafe riskierte, um die Insolvenz noch abzuwenden. Und wie er mannhaft die Verantwortung übernahm und mit seinem Privatvermögen dafür gerade stand, als alles verloren war und neben Geldstrafe hohe Summen Sozialversicherungsbeiträge für das Ensemble nachzuzahlen waren.
Ganz anders die Riege der sieben unverantwortlichen Aufpasser, die als Aufsichtsräte der neuen gemeinnützigen JT-GmbH nicht einmal den Mut haben, zum Prozess zu erscheinen, obwohl sie vorgeladen sind.

J. Gückel

J. Gückel

Mit allen juristischen Mitteln streiten sie ab, überhaupt aufsichtspflichtig gewesen zu sein. Sie weisen jede Verantwortung für die neue Pleite zurück, bestreiten jede Pflichtverletzung bei der Kontrolle der Geschäftsführung, bestreiten gar, dass fehlende Aufsicht überhaupt Schaden verursacht hat. Dabei sind sie gegen Schaden versichert. Vielleicht steckt hinter dieser Strategie auch nur diese Versicherung. Aber schäbig bleibt dieses Verhalten dennoch.

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