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Jägerschaft Göttingen: Erstmals Rotwild erlegt

Wieder mehr Waschbären Jägerschaft Göttingen: Erstmals Rotwild erlegt

1072 Waschbären haben die Mitglieder der Jägerschaft Göttingen im vergangenen Jagdjahr in ihrem Streckebericht verzeichnet. Das ist die zweithöchste Zahl aller Zeiten. Nur im Jagdjahr 2012/013 (ein Jagdjahr läuft von April bis April) waren es noch mehr, nämlich 1132.

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Waschbären wieder auf dem Vormarsch: Göttinger Jäger registrieren mehr als 1000 Tiere.

Quelle: dpa

Göttingen. Und: „Die Dunkelziffer ist hoch, wir gehen davon aus, dass die Zahl doppelt so hoch ist“, sagen Ernst-Friedrich Wille und Dieter Hildebrandt von der Göttinger Jägerschaft. Sie haben am Sonnabend während der Hegeschau in Güntersen Bilanz gezogen.

Im Vorjahr zählten die Jäger nur 838 Waschbären. Ein Grund dafür war, dass die Staupe etliche Tiere dahingerafft hatte. Die Krankheit, die auch anderes Wild wie Füchse und Wildkatzen befällt, grassiert immer dann, wenn die Population sehr hoch ist, erklärt Hildebrandt. „Die, die überleben, sind dann aber immun.“ Der Bestand an Waschbären hat sich darum bereits wieder erholt. Bei den Füchsen ist ebenfalls wieder eine höhere Zahl in der Bilanz zu finden. 751 Tiere waren es in diesem Jahr, rund 50 mehr als im Vorjahr, aber immer noch deutlich weniger als vor zwei Jahren, als die Jäger 1342 Füchse zur Strecke brachten.

Erstmals seit Langem haben die Göttinger Jäger zwei Rotwildtiere geschossen. „Rotwild ist im Landkreis bislang nicht heimisch. „Wir liegen aber auf einem Wechsel, der vom Harz nach Hessen reicht“, so Hildebrandt. Wechsel sind jahrhundertealte Wanderstrecken der Tiere. Die Jäger hoffen, dass sich Rotwild im Landkreis etabliert. „Das scheint sich etwas zu entwickeln“, so Wille.

Wildschweine sind in der Region  häufig. Nicht selten schießen die Mitglieder der Jägerschaft Göttingen mehr als 1000 Stück pro Jahr. So auch in den vergangenen beiden Jahren. „Wir verzeichnen in Göttingen diesesmal einen Einbruch“, sagt Wille. Andres die Jägerschaft Duderstadt, dort gab es erneut einen Anstieg. Eine Erklärung dafür ist, dass das vergangene Jahr ein sogenanntes Mastjahr war. In Mastjahren finden die Borstentiere im Wald so viele Eicheln, Bucheckern, Kastanien und anderes Futter, dass sie kaum auf die Äcker hinaus kommen. „Dann finden wir sie nicht, sagt Wille.

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