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Jahresempfang des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises in Göttingen

Im Zeichen der Flüchtlinge Jahresempfang des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises in Göttingen

Ganz im Zeichen des tragischen Unfalltods eines Flüchtlings im Rosdorfer Baggersee stand der Johannisempfang des Kirchenkreises Göttingen am Mittwochabend. Vertreter von vier Religionen riefen zu verstärkten Anstrengungen im mitmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen auf.

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Gefüllte Johanniskirche beim Empfang des Kichenkreises.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Ursprünglich nicht geplant, ergriff Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck zu Beginn des Empfangs „aus gegebenem Anlass“ das Wort. Göttingen trauere und sei bestürzt über den Tod des 19-jährigen Sudanesen am Mittwoch vergangener Woche. Flüchtlinge seien in der Stadt willkommen, „aber wir können nicht alle Gefahren ausschließen“.

Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) berichtete von erschütternden Gesprächen mit Flüchtlingen, die Furchtbares erlebt hätten. In der Diskussion um eine Aufnahme sei die Gesellschaft gespalten. Es komme nun darauf an, die Hilfen auf die wirklich Bedürftigen zu konzentrieren.

Mit jedem Flüchtling, der im Mittelmeer ertrinke, sagte Superintendent Friedrich Selter, „gehen auch die Werte Europas unter“. Die Flüchtlingszahlen seien „gewaltig“.

Teilen und Abgeben sei kein Verlust, sondern könne als Bereicherung erfahren werden, erklärte Jacqueline Jürgenliemk, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Göttingen. Man müsse gesamtgesellschaftlich helfen, „egal ob Muslim oder nicht“, sagte Mustafa Keskin für die örtliche Ditib-Gemeinde. „Akut und dauerhaft Hilfe zu geben“, meinte Pater Manfred Hösl von der katholischen St. Michael-Gemeinde, sei unerlässlich.

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