Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Jahresempfang mit Bundesminister Hermann Gröhe

Universitätsmedizin Göttingen Jahresempfang mit Bundesminister Hermann Gröhe

Mehr als 500 Gäste haben am Dienstag den Jahresempfang der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) besucht. Die Festrede hielt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

Voriger Artikel
Friedhofsgebühren bleiben weitgehend unverändert
Nächster Artikel
Beauftragte für Naturschutz bestätigt

Minister Gröhe (CDU) sprach beim Jahresempfang der UMG.

Quelle: Richter

Göttingen. Zuvor aber begrüßte der Sprecher des UMG-Vorstandes, Heyo Kroemer die Gäste. Er dankte den mehr als 7700 UMG-Beschäftigten für ihre Arbeit. Eine „noch nie erreichte Zahl an Patienten“, nämlich 62 000 stationäre und teilstaionäre sowie knapp 400 000 ambulante Patienten habe man im vergangenen Jahr behandelt.

Der Schatz des Hauses

„Da wir in praktisch allen Feldern Zuwächse zu verzeichnen hatten, dies aber mit nahezu dem gleichen Personal erreicht haben, bedeutet dies für alle eine zunehmende Arbeitsversdichtung“. Die Mitarbeiter seien "der eigentliche Schatz des Hauses". Als ein Beispiel nannte er die Unfallchirurgie, die im vergangenen Jahr 223 und in diesem bereits 298 schwerstverletzte Patienten behandelt habe. "Schon 223 war die dritthöchste Zahl im Bundesgebiet“, so Kroemer. Auch das zeige, wie "unverzichtbar" die Klinik sei. 

Die UMG sei die einzige Universitätsmedizin, die noch keinen klinischen Neubau erhalten habe – seit ihrem 39-jährigen Bestehen. Noch immer, so kritisierte Kroemer, sei der im September 2013 beantragte Neubau vom Land nicht beschieden. „Eine universitäre Medizin braucht kontinuierliche Investitionen, sonst hat sie keine Zukunft“.

Vielfältige Herausforderungen

25 Prozent mehr Patienten in der Notaufnahme, deutlich mehr Operationen in der Allgemeinchirurgie, dass sei nur ein „Vorspiel“ der Veränderungen, die sich durch den demografischen Wandel ergäben. Kooperationen mit anderen Versorgern in der Region seien sinnvoll. Kroemer sprach von vielfältigen Herausforderungen, die es anzugehen und zu meistern gelte. 

Minister Gröhe, der zuvor die Kinder-und Jugendmedizin besucht hatte, sagte, dass auch dieser Bereich deutlich zeige, welche Bedeutung die UMG habe. Im Gesundheitswesen müsse man künftig nicht auf die Bremse sondern auf das Gaspedal treten, um eine gute Versorgung leisten zu können. Viele Menschen hofften auf Ergebnisse der medizinischen Forschung. Gröhe plädierte für eine "gute Arbeitsteilung". Diese müsse man auch rechtlich "sauber absichern". Nicht jedes kleine Krankenhaus müsse alles anbieten. Gröhe: "Nur mit Arbeitsteilung im Gesundheitswesen werden wir unserem Anspruch gerecht."  

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis